RB Leipzig gewinnt auch in Wolfsburg nicht, jetzt lauert der BVB

Wolfsburg - RB Leipzig hat den nächsten Rückschlag im Meisterrennen der Fußball-Bundesliga verkraften müssen. Am Samstagnachmittag kam der Tabellenzweite beim VfL Wolfsburg nicht über ein 0:0 hinaus und könnte am Abend noch vom BVB überholt werden. 

"Egal ob fern oder nah, Block 28 ist immer da", steht auf Transparenten der mitgereisten Leipziger Zuschauer. 
"Egal ob fern oder nah, Block 28 ist immer da", steht auf Transparenten der mitgereisten Leipziger Zuschauer.   © Picture Point/Roger Petzsche

Nach einer schwächeren Vorstellung gegen Bayer Leverkusen (1:1) und dem Verlust des direkten Anschlusses an Spitzenreiter FC Bayern galt es für die Roten Bullen, gegen die Wölfe wieder einen Dreier einzufahren, um den zweiten Platz unabhängig vom Dortmunder Ergebnis im Abendspiel in Gladbach zu sichern.

Ohne Timo Werner, dafür wieder mit Konrad Laimer konnte Coach Julian Nagelsmann in die Partie Meisterkampf gegen Europa-League-Hoffnung gehen.

Die Begegnung begann sehr taktisch geprägt auf beiden Seiten, Wolfsburg kam besser rein und zu den zunächst einzigen Torannäherungen. Leipzig steigerte sich nach einer halben Stunde und hatte die beste Gelegenheit durch Leihspieler Angelino.

Die Gäste dominierten die Partie in der zweiten Halbzeit zunehmend, doch die ausgeglichene Begegnung endete verdientermaßen mit einem Remis. 

Die Bullen holen Punkt Nummer 50, könnten am Abend noch von Borussia Dortmund überholt werden, während der VfL weiter einen Zähler hinter den internationalen Rängen hängen bleibt. 

Werner wie erwartet auf der Bank

Werner-Ersatz Yussuf Poulsen (M., hier gegen Yannick Gerhardt) blieb im ersten Durchgang unauffällig, wurde später ausgewechselt. 
Werner-Ersatz Yussuf Poulsen (M., hier gegen Yannick Gerhardt) blieb im ersten Durchgang unauffällig, wurde später ausgewechselt.   © Swen Pförtner/dpa

Erwartungsgemäß musste Torjäger Timo Werner wegen muskulärer Probleme erstmals in dieser Bundesliga-Saison auf der Bank Platz nehmen, für ihn begann Yussuf Poulsen. Dafür kehrte Konrad Laimer nach Gelbsperre zurück, Nordi Mukiele musste für ihn im 4-2-2 Platz machen.

Leipzig fand schwer rein in eine Partie, die man in der Konstellation Ende Oktober noch mit 6:1 gewinnen konnte. Die Hausherren waren zunächst mehr on fire: Admir Mehmedi aus 18 Metern und Paulo Otavio nach feinem Mehmedi-Pass hinter die Abwehrkette zwangen Keeper Péter Gulácsi in den ersten sieben Minuten zu Paraden.

Die erste zaghafte Torannäherung folgte in der 11. Minute, als Emil Forsberg von halbrechts kommend Patrik Schick im Strafraum bedienen wollte, doch die Vorlage kam zu weit, Koen Casteels konnte zupacken.

Mitte der ersten Halbzeit hatte RB immer wieder mit Ballverlusten im eigenen Aufbauspiel zu kämpfen, aus denen sich immer wieder gute Chancen für den Gegner entwickelten. Erst spielte Dayot Upamecano unsauber auf Marcel Sabitzer, Renato Steffen flankte diagonal vom rechten auf den linken Flügel zu Josip Brekalo, der direkt in die Box passte, doch Upamecano machte seinen Fehler wieder gut, klärte souverän vor Yannick Gerhardt (18.).

Der Franzose war auch zehn Minuten später gefordert, als Brekalo erneut die Abwehr mit einem Direktpass aushebelte, diesmal gewann "Upa" den Zweikampf gegen Wout Weghorst.

In der 30. Minute bediente Konrad Laimer den halbrechts erneut freien Christopher Nkunku, dessen Schuss aber doch noch vom heranrutschenden Otavio entschärft werden konnte. Die beste Leipziger Chance folgte kurz danach, als Schick auf Angelino passte, Steffen rutschte am Spanier vorbei, der sich den Ball auf den rechten Fuß legen konnte, aber deutlich vorbeischlenzte (37.). 

Volle Kraft voraus mit Poulsen, Olmo und Lookman

In der zweiten Halbzeit gingen die Sachsen besser in die Zweikämpfe (hier Angelino, r., gegen Renato Steffen). 
In der zweiten Halbzeit gingen die Sachsen besser in die Zweikämpfe (hier Angelino, r., gegen Renato Steffen).   © Peter Steffen/dpa

Wie so oft kam Leipzig spritzig aus der Kabine.

Upamecano chippte in der Box auf Forsberg, dessen "Vorlage" für den Nebenmann aber absolut keine war. Ähnlich erging es in der nächsten Situation Poulsen, der über Freund und Feind hinweg unsauber in den Strafraum flankte (57.).

Um offensiv mehr Schwung in die Begegnung zu bringen, wechselte Nagelsmann nach einer Stunde gleich doppelt: Für die glücklosen Forsberg und Poulsen kamen Dani Olmo und Timo Werner.

Kurz danach wurde es ganz eng für Wolfsburgs Kasten: Über mehrere Kurzpässe landete der Ball bei Sabitzer, der noch drei Schritte gehen konnte und aus 17 Metern abzog, doch Casteels hielt den scharfen Flachschuss sicher (61.).

Wolfsburg blieb engagiert, brachte aber außer Weghorsts unpräzisen Distanzschuss zunächst offensiv nichts mehr zustande (67.). 

Mit Ademola Lookmans Einwechslung in der 81. Minute für Angelino brachte Nagelsmann noch mehr Power aufs Feld, die sich aber nicht im Ergebnis niederschlagen sollten. 

Am Ende hatte RB sogar noch Glück, dass Xaver Schlager in der 89. Minute deutlich daneben zielte. Es blieb bei der gerechten Punkteteilung. 

Für die Sachsen steht eine Englische Woche auf dem Programm. Dienstagabend (21 Uhr/Sky) steigt das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen die Tottenham Hotspurs. Nach dem 1:0-Auswärtssieg haben die Roten Bullen gute Chancen auf den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale. 

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