Corona-Alarm bei Atlético: Zweite Testreihe negativ!

Madrid - Nach der Bekanntgabe zweier Coronavirus-Fälle beim spanischen Fußball-Erstligisten Atlético Madrid (TAG24 berichtete) ist weiter unklar, ob es sich dabei um Spieler handelt.

Wenn Spieler sich infiziert haben sollten, droht eine Verschiebung des Viertelfinales gegen RB Leipzig.
Wenn Spieler sich infiziert haben sollten, droht eine Verschiebung des Viertelfinales gegen RB Leipzig.  © Atletico Madrid/dpa

Der Club hatte am Sonntagabend, vier Tage vor dem Champions-League-Viertelfinale in Lissabon gegen RB Leipzig, keine Namen genannt.

Spanische Medien wollen jedoch erfahren haben, dass es sich um zwei Profis handelt. Dies berichteten am Montag die Sportzeitungen "As" und "Marca" in ihren Online-Ausgaben sowie der Rundfunksender "Cadena Ser".

Eine Bestätigung dafür gab es nicht. Befürchtet werde, dass es weitere Fälle geben könne, hieß es weiter.

Der Club hatte im Zuge der Bekanntgabe der positiven Corona-Tests am Sonntagabend mitgeteilt, man werde am Montag die gesamte 93-köpfige Delegation, die zum Miniturnier der Königsklasse nach Portugal fahren soll, erneut testen.

Nach spanischen Medienberichten droht im Falle von positiven Tests bei Spielern gar eine Verschiebung der Partie. Atlético soll am Donnerstag (21 Uhr) gegen Leipzig spielen.

Am Samstag waren den Angaben zufolge alle Delegationsangehörigen im Trainingszentrum in Majadahonda bei Madrid auf das Coronavirus getestet worden. Die positiv getesteten Personen hätten sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse in häusliche Quarantäne begeben, hieß es.

Die Europäische Fußball-Union UEFA und alle Behörden und Verbände in Spanien und Portugal seien bereits informiert worden.

Die ursprünglich für Montag angesetzte Anreise der Delegation nach Portugal werde sich wegen der neuen, vom UEFA-Aktionsprotokoll vorgeschriebenen Tests, verschieben. Der neue Reiseplan stehe noch nicht fest.

UPDATE, 12.30 Uhr: Leipzig automatisch im Halbfinale?

Der europäische Fußball-Verband UEFA bemühte sich in einer ersten Stellungnahme darum, die Situation zu beruhigen. Derzeit sieht man offenbar keine Veranlassung für eine Verschiebung oder gar Absage des Spiels am Donnerstag, hieß es.

Laut der gängigen Regularien der Fußball-Königsklasse würde Leipzig ins Halbfinale einziehen, sollte Atlético nicht antreten können.

Klar war zunächst nur, dass im Fall von Atlético das Aktionsprotokoll der UEFA greift, dass zunächst eine erneute Testung vorsieht. Danach wird es unübersichtlich. Denn die offiziell formulierten UEFA-Regeln mit den durch die Corona-Krise notwendigen Ergänzungen gelten eigentlich erst ab der kommenden Saison.

Demnach könnte eine Mannschaft antreten, sofern sie über mindestens 13 Spieler - darunter einen Torhüter - verfügt. Allerdings bedarf die Durchführung des Spiels auch der Zustimmung der lokalen Gesundheitsbehörde, was in diesem Fall die von Lissabon wäre.

Grundsätzlich bestünde wohl auch die Möglichkeit, das Spiel zu verlegen. Das wäre allerdings nur ohne Beeinträchtigung des Gesamtzeitplans möglich, der ohnehin schon eng getaktet ist.

UPDATE, 14.15 Uhr: Zweite Testreihe bei Atlético negativ

Die erneute Coronavirus-Testreihe ist bei allen Spielern und Trainern von RB Leipzigs Champions-League-Gegner Atlético Madrid negativ ausgefallen. Das teilte der Club am Montag mit.

Auch das Ergebnis der zwei zuvor positiv getesteten Personen war bei der zweiten Testung negativ. Dennoch werden der Stürmer Angel Correa und Abwehrspieler Sime Vrsaljko, die keine Symptome aufweisen, weiterhin zu Hause isoliert.

Bereits am Montagnachmittag nahm Atlético das Training wieder auf.

Titelfoto: Atletico Madrid/dpa

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