Vom Höhepunkt zum Tiefpunkt: Jetzt wird es für RB Leipzigs Marsch richtig eng!

Leipzig - Die Achterbahnfahrt geht weiter! Wer in dieser Saison RB Leipzig in seine wöchentlichen Sportwetten integriert hat, wird vermutlich schon den ein oder anderen Euro verloren haben. Der erschreckende Auftritt am Samstagnachmittag bei der TSG 1899 Hoffenheim (0:2) markierte dabei den zwischenzeitlichen Tiefpunkt der Roten-Bullen-Wundertüte.

Für RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch (47) wird nach dem katastrophalen Auftritt bei der TSG 1899 Hoffenheim die Luft langsam dünn.
Für RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch (47) wird nach dem katastrophalen Auftritt bei der TSG 1899 Hoffenheim die Luft langsam dünn.  © Uwe Anspach/dpa

Denn wer hätte schon wirklich damit rechnen können, dass die Sachsen nach dem bärenstarken letzten Auftritt gegen Borussia Dortmund (2:1) eine gefühlte Arbeitsverweigerung in Sinsheim folgen lassen?

Von allen Beobachtern am sichtlich schockiertesten schien definitiv Trainer Jesse Marsch (47), der laut einem Bericht der "Bild" in der Kabine zur Halbzeit eigentlich ein Motivationsfeuerwerk abgerissen haben soll - ohne Erfolg.

Was blieb, war pure Fassungslosigkeit: "Sicher ein verdienter Sieg für Hoffenheim. Da war mehr Wille auf dem Platz, sie haben in jeder Phase besser gespielt als wir. Es ist schwer für mich zu verstehen, warum", resümierte der Amerikaner geknickt nach der Partie.

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Der Vizemeister der Bundesliga ließ trotz Ansage vom Coach tatsächlich alles vermissen, was ihn in den letzten Jahren so ausgezeichnet hat. Für "Sky"-Experte Dietmar Hamann (48) ein klares Zeichen dafür, dass mit dem neuen Sportdirektor, der im kommenden Jahr den Posten bei den Leipzigern antreten soll, vielleicht auch ein neuer Trainer integriert wird:

"Das grenzt an Ratlosigkeit, dass er nicht mehr weiter weiß. Sie haben dieses Jahr nicht einen, sondern zwei Schritte zurück gemacht. Ich glaube, für den Trainer wird es in den nächsten Wochen eng", so der 48-Jährige.

Möglicherweise steht dem sonst so optimistischen Fußballlehrer eine Endspielwoche bevor. Sowohl das Champions-League-Spiel am Mittwochabend beim FC Brügge (21 Uhr/DAZN) als auch das kommende Geisterspiel am Sonntagabend gegen Bayer 04 Leverkusen (17.30 Uhr/DAZN) sind richtungsweisend, ob es für RB auch im nächsten Jahr international weitergeht.

Schwer zu glauben, dass Oliver Mintzlaff (46), der sich zuletzt schon extrem unzufrieden mit der aktuellen Situation zeigte, bei zwei Niederlagen einfach zum Tagesgeschäft zurückkehren wird und darf.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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