Leipzig - Am Donnerstag ist es endlich so weit: Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika startet die WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA. Einer, der dann so viele Spiele wie möglich sehen möchte, ist RB-Leipzig-Coach Ole Werner (38). In einem Interview verriet dieser nun, wie er dies bei vier Zeitzonen bewerkstelligen will - und wer seiner Meinung nach das Zeug zum WM-Sieger hat.
"Das ist schon etwas Besonderes. Erstmal die besten Spieler der Welt, aber jeder spielt ja auch für sein Land", sagte der Cheftrainer über die WM. "Obwohl du jetzt im Beruf Fußballtrainer bist und sich dein Blick dadurch bisschen verändert, hast du das trotzdem bei einer WM noch, dass du morgens aufstehst und trotzdem irgendwie Bock hast, abends Deutschland zu gucken."
Spätestens ab der K.O.-Phase wolle Werner alle wichtigen Spiele live mitnehmen, in der Gruppenphase wahrscheinlich noch das eine oder andere weglassen.
Viel wichtiger jedoch: Die Partien seiner WM-Fahrer will er sich nicht durch die Lappen gehen lassen, auch wenn dann eben mal Österreich mit Nicolas Seiwald (25) und Xaver Schlager (28) erst um 4 Uhr morgens auf Algerien trifft.
"Dafür werde ich mir den Wecker schon stellen. Die Spiele unserer Jungs werde ich schon alle gucken", so der Coach.
WM 2026: Das sind Werners Geheimtipps
Die DFB-Elf von Trainer Julian Nagelsmann (38) zählt Werner dabei durchaus zum Kreise der WM-Titelkandidaten. "Es ist eine Mannschaft mit extremer Erfahrung, individueller Qualität. Im Laufe eines Turniers hat es Deutschland immer wieder geschafft, sich zu steigern."
Sein Top-Favorit sei Deutschland jedoch nicht. Stattdessen lieferte der RB-Trainer gleich zwei Geheimtipps: Österreich und Norwegen.
"Auch Österreich kann, glaube ich, für eine Überraschung sorgen. Das ist eine Mannschaft, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat unter Ralf Rangnick und auch sehr lange schon in dieser Konstellation zusammen spielt, sehr erfolgreich spielt", so Werner über das Team des einstigen RB-Trainers Rangnick (67).
In Norwegen scheint es hingegen vor allem die Qualität von Spielern wie Erling Haaland (25), Ex-RB-Stürmer Alexander Sörloth (30) und Bullen-Stürmer Antonio Nusa (21) zu sein, die den Coach überzeugt. "In Norwegen gibt es schon sowas wie eine 'Goldene Generation'. Das sind Spieler, die auf absolutem Top-Niveau spielen."