Wettbewerbsnachteil? RB Leipzig mit heftiger Kritik an Sachsens Regierung

Aktualisiert um 19.06 Uhr:

Leipzig - Keine Zuschauer im Profisport, so ab Montag wieder die Regel in Sachsen. Mindestens drei Partien lang muss RB Leipzig erneut vor leeren Rängen im eigenen Stadion spielen. Für die Roten Bullen endgültig der Grund, klare Worte zu fassen.

Keine Zuschauer im Stadion: RB Leipzig hat mit heftiger Kritik auf die neuesten Corona-Maßnahmen der Sächsischen Landesregierung reagiert.
Keine Zuschauer im Stadion: RB Leipzig hat mit heftiger Kritik auf die neuesten Corona-Maßnahmen der Sächsischen Landesregierung reagiert.  © Thomas Bachmann/dpa

"Kein Verständnis haben wir aber dafür, dass es die sächsische Regierung überhaupt zu dieser Situation hat kommen lassen", erklärte der deutsche Vizemeister am Samstag in einer Mitteilung.

Die höchste Infektionsrate aller Bundesländer einhergehend mit der niedrigsten Impfquote sei ein Beleg dafür, "dafür, dass die Politik es in Sachsen bislang nicht geschafft hat, tragfähige Konzepte umzusetzen, um die Pandemie wirksam einzudämmen."

Sachsens Regierung hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass im Zuge der neuesten Corona-Einschränkungen wieder Zuschauer im Profisport untersagt seien.

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Die Regelung soll zunächst bis zum 12. Dezember gelten.

"Haben Verständnis dafür, dass jetzt alles getan werden muss"

Der Klub hatte gehofft, die eine solche Situation hinter sich lassen zu können. "Auch um unsere Fans tut es uns leid", hieß es.
Der Klub hatte gehofft, die eine solche Situation hinter sich lassen zu können. "Auch um unsere Fans tut es uns leid", hieß es.  © Jan Woitas/dpa

Für RB Leipzig bedeutet dies, dass die Red Bull Arena zumindest gegen Bayer Leverkusen (28. November), Manchester City (7. Dezember) und Borussia Mönchengladbach (12. Dezember) leer bleibt. Eine Situation, von der der Klub gehofft hatte, sie hinter sich lassen zu können.

"Auch für unsere Fans tut es uns leid, dass wir sie nicht im Stadion begrüßen können - Fußball ohne Fans ist einfach ein anderes Spiel. Dazu kommt der sportliche Wettbewerbsnachteil, da wir derzeit der einzige Erstligist sind, der seine kommenden Heimspiele vor leerer Kulisse austragen muss", so RB gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bundesligist zeigte sich aufgrund der Situation im Freistaat besorgt. "Daher akzeptieren und respektieren wir die neue Gesetzeslage, denn wir haben Verständnis dafür, dass jetzt alles getan werden muss, um den weiteren Anstieg der Corona-Infektionen zu stoppen", hieß es weiter.

Das sagt Trainer Marsch dazu

Trainer Jesse Marsch von RB Leipzig hat Verständnis dafür geäußert, dass seine Mannschaft die nächsten Heimspiele ohne Zuschauer austragen muss.

"Natürlich sind wir enttäuscht, aber die Situation in der Gesellschaft ist wichtiger jetzt als das, was im Stadion passiert", sagte der US-Amerikaner nach der 0:2-Niederlage in der Fußball-Bundesliga am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim.

"Es sind viele Menschen krank und gestorben, deshalb muss man Lösungen finden. Es ist schwer, jetzt wieder zurück in dieser Situation zu sein", ergänzte der 48-Jährige.

Aber die Maßnahmen seien "wichtiger als Fußball", auch wenn der Fußball wichtig sei für die Lebensmotivation von Menschen.

Titelfoto: Thomas Bachmann/dpa

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