Wird RB Leipzigs Werner für den 1. FC Köln direkt zum Schreckgespenst?

Leipzig - Bloß keinen Fehlstart! Nach dem enttäuschenden 1:1 beim VfB Stuttgart am ersten Spieltag ist ein Sieg für RB Leipzig beim Heimspielauftakt am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Sky) eigentlich schon Pflicht. Die Geißböcke kommen allerdings mit ziemlichem Rückenwind nach Sachsen.

RB Leipzigs Timo Werner (26) könnte gegen den 1. FC Köln am Samstag nach zwei Jahren beim FC Chelsea direkt sein Comeback feiern.
RB Leipzigs Timo Werner (26) könnte gegen den 1. FC Köln am Samstag nach zwei Jahren beim FC Chelsea direkt sein Comeback feiern.  © Picture Point / Roger Petzsche

Das erste Spiel der Saison gewann der "Effzeh" mit 3:1 gegen den FC Schalke 04. Fraglich ist nur, ob der Bundesligist den plötzlichen Abgang von Topstürmer Anthony Modeste (34) zu Borussia Dortmund sofort kompensieren kann.

RB-Coach Domenico Tedesco (36) ist sich aber sicher, dass sein Gegner sich trotzdem auf alte Stärken besinnen wird: hohe Bälle in den Strafraum.

"Die Flanken der Kölner werden kommen. Auch ohne den bisherigen Abnehmer Anthony Modeste. Das müssen wir zu verhindern wissen", so der 36-Jährige, der aber am Samstag wohl wieder auf einen seiner besten Verteidiger zählen kann.

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"Josko Gvardiol hat in Stuttgart nach seiner Verletzungspause wieder Einsatzminuten sammeln können. Damit ist er jetzt schon auch wieder ein Stückchen weiter. Insgesamt haben wir im Defensiv-Verbund diverse Möglichkeiten."

Besonderes Augenmerk werden die Fans in der Red Bull Arena aber in erster Linie wohl auf die Offensive legen. Nach dem spektakulären Wechsel von Timo Werner (26) zurück zu den Rasenballern ist der Nationalspieler gegen Köln laut Tedesco bereits eine Option.

"Die ersten Eindrücke von Timo sind sehr gut. Wir haben uns schon über das Ein oder Andere unterhalten können. Ich bin froh, dass er bei uns ist. Er wird uns weiterbringen."

RB Leipzigs Laimer wohl nicht mit gegen den 1. FC Köln dabei

Kölns Trainer Steffen Baumgart (50) wird in erster Linie den Abgang von Topstürmer Anthony Modeste (34) kompensieren müssen.
Kölns Trainer Steffen Baumgart (50) wird in erster Linie den Abgang von Topstürmer Anthony Modeste (34) kompensieren müssen.  © Marius Becker/dpa

Verzichten müssen die Sachsen hingegen wohl auf Konrad Laimer (25), der weiterhin an Sprunggelenksproblemen laboriert und maximal für einen Kurzeinsatz infrage käme. Ansonsten hat sich das Lazarett bis auf den Langzeitverletzten Yussuf Poulsen (28) aber geleert.

Auf der Gegenseite geht es in erster Linie darum, den angesprochenen Verlust von Modeste aufzufangen. Ansonsten fällt weiterhin nur Mark Uth (30) aus.

Trainer Steffen Baumgart (50): "Wir haben im Sommer schon unsere Hausaufgaben gemacht, weil es die Diskussion um Tony schon gab. Deshalb weiß ich, wen ich im Kader habe und habe meine Gedanken dazu, was klappen kann."

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Für den DFB-Pokalsieger hatte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel nur lobende Worte übrig: "Leipzig gehört zu den besten Mannschaften, die wir in der Bundesliga haben. Zu meinen Aufgaben gehört es, ausschließlich den sportlichen Aspekt zu bewerten."

Dass sich RB kürzlich mit David Raum (24) und Werner verstärkt hat, war dem Trainer egal: "Mich interessiert nicht, ob sie letzte Woche Raum kaufen oder jetzt Werner. Das ist nicht meine Aufgabe. Wir wissen, was auf uns zukommt, aber wir wollen unser Ding durchziehen."

Titelfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche/Marius Becker/dpa

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