Zurück im Bundesliga-Alltag: RB Leipzig will nach Paris wieder auf die Siegerspur

Leipzig - Die Red Bull Arena öffnet wieder ihre Pforten! Am Samstagnachmittag empfängt Bundesligist RB Leipzig den Tabellenletzten SpVgg Greuther Fürth im heimischen Rund (15.30 Uhr/Sky). Nach der bitteren 2:3-Niederlage in der Champions League bei Paris Saint-Germain liegt der Fokus nun wieder auf der Jagd nach dem FC Bayern München und Borussia Dortmund.

Zwischenzeitlicher Jubel: RB Leipzig erzielte beim Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain zwei Tore. Im Vergleich zu den Partien davor war eine klare Leistungssteigerung zu erkennen.
Zwischenzeitlicher Jubel: RB Leipzig erzielte beim Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain zwei Tore. Im Vergleich zu den Partien davor war eine klare Leistungssteigerung zu erkennen.  © PICTURE POINT / R. Petzsche

Gerade der Rekordmeister ist inzwischen schon acht Punkte enteilt. Zwischen dem begehrten vierten Champions-League-Platz, den der SC Freiburg inne hat, und den Roten Bullen liegen aber aktuell nur fünf Punkte.

Verloren ist also noch nichts. Gerade wenn man betrachtet, dass die Sachsen es in großen Teilen bei den Franzosen geschafft haben, endlich den Fußball zu spielen, den sich Trainer Jesse Marsch (47) wünscht.

"Wie wir als Gruppe alles füreinander gegeben haben, war ein großer Fortschritt. Das müssen wir in jedem Spiel so machen. Wir waren gut im Ballbesitz und gegen den Ball viel intensiver als zuletzt", resümierte der Coach am Freitag auf der Pressekonferenz.

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Trotz seines Fehlers, der am Dienstag zum zwischenzeitlichen 2:2 geführt hatte, hob Marsch seinen Schützling Tyler Adams (22) hervor, der seiner Meinung nach in Leipzig noch nicht alles zeigt, was er kann.

"Er kann mehr ein Anführer auf dem Platz sein. Er ist Kapitän der USA mit 22 Jahren. Aber er zeigt das nicht genug mit unserer Gruppe."

Zudem gab es eine klare Ansage an seine Kreativspieler Kevin Kampl (31), Dominik Szoboszlai (20) und Emil Forsberg (30). Nach der erschreckenden Leistung beim SC Freiburg (1:1) forderte der Amerikaner seine Mittelfeldstrategen auf, sich im Training wieder mehr anzustrengen, um wieder einen begehrten Platz im Kader zu bekommen.

Auch Benjamin Henrichs (24), der sich zuletzt öffentlich über seine Einsatzzeiten beschwert hatte, bekam sein Fett weg. Marsch: "Ich habe ihm gesagt, ganz ehrlich, ich bin nicht sicher, was deine Qualität ist und wie viel du unserer Mannschaft helfen kannst, weil ich ihn nur im Training kenne. Wahrscheinlich werde ich noch einmal mit Benni reden. Aber die Spieler sind Männer. Sie brauchen keinen Trainer, der ihnen sagt, was sie auf Social Media oder in Interviews sagen sollen. Sie können alles sagen."

Verletzungssorgen bei RB Leipzig

Benjamin Henrichs (24/l.) hatte sich zuletzt über seine Einsatzzeiten beklagt. Prompt folgte nun der Konter seines Trainers Jesse Marsch (47).
Benjamin Henrichs (24/l.) hatte sich zuletzt über seine Einsatzzeiten beklagt. Prompt folgte nun der Konter seines Trainers Jesse Marsch (47).  © PICTURE POINT / R. Petzsche

Trotz der vielen Unstimmigkeiten ist davon auszugehen, dass im Vergleich zu Dienstag am Samstag ordentlich rotiert wird, auch, weil RB einige Ausfälle zu beklagen hat.

Lukas Klostermann (25) hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen und fehlt der Mannschaft womöglich vier Wochen lang.

Zudem ist Dani Olmo (23) leider noch immer nicht fit - die Langzeitverletzten Brian Brobbey (19) und Marcel Halstenberg (30) werden zudem weiter schmerzlich vermisst.

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Da sieht es beim Gegner Fürth schon besser aus. Lediglich der gelb-gesperrte Mittelfeldspieler Paul Seguin (26) wird dem Aufsteiger am Wochenende fehlen.

Innenverteidiger Maximilian Bauer (21) ist nach seiner Kopfverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und laut Trainer Stefan Leitl "natürlich" eine Option.

Die Franken warten bislang noch immer auf den ersten Saisonsieg. Laut Leitl sei es "keine unlösbare Aufgabe", den beim Vizemeister zu holen. "Wenn wir Ballgewinne haben und zielstrebig nach vorne spielen, können wir gefährlich werden."

Titelfoto: PICTURE POINT / R. Petzsche

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