Freiburg-Coach Christian Streich verteidigt 50+1-Regel, fordert mehr Fairness

Freiburg - Freiburgs Trainer Christian Streich (55) hat die 50+1-Regelung verteidigt und fände es "egal", wenn dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Fußball-Bundesliga leidet.

Christian Streich (55), Trainer des SC Freiburg, spricht Klartext.
Christian Streich (55), Trainer des SC Freiburg, spricht Klartext.  © David Inderlied/dpa

"Wenn es nicht wettbewerbsfähig ist, dann kicken wir in der Bundesliga, die anderen sollen dann eine eigene Liga gründen", sagte der 55-Jährige im Interview der "Süddeutschen Zeitung": "Wichtig ist, dass die 50+1-Regel bleibt."

Mit der nur in Deutschland geltenden Regel soll sichergestellt werden, dass Vereine das Sagen in ihren Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben, und nicht die Mehrheit an einen Investor verlieren.

In der Bundesliga würde sich der Trainer des SC Freiburg eine stärkere Konkurrenz für den FC Bayern München und "mehr Reibung an der Spitze" in der kommenden Saison wünschen. 

"Zumindest Dortmund sollte mit dabei sein", sagte er und meinte generell: "Eine fairere Verteilung der Fernsehgelder wäre vielleicht ein Ansatzpunkt für mehr Chancengleichheit."

Kritik an Saisonfortsetzung der Fußball-Bundesliga in Corona-Krise nicht nachvollziehbar

Kritik an der Saisonfortsetzung der Fußball-Bundesliga in der Corona-Krise kann Streich nicht nachvollziehen. 

"Ich verstehe nicht, wie man einer Branche Vorwürfe machen kann, die alles dafür tut, Arbeitsplätze zu erhalten", sagte er. "Was hätten wir denn tun sollen? Auf dem Stuhl sitzen und warten? Dann gäbe es heute einige Vereine nicht mehr." 

Der dienstälteste Erstliga-Coach verwies dabei auch auf Arbeitsplätze, die von der Fußball-Branche abhängig sind.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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