"Weilmer net wolle, dass der einen Pass zum Gegner spielt" - Christian Streich erklärt kuriose Trikot-Wahl

Freiburg - Rot oder Gelb, Hauptsache Dreier! Der SC Freiburg hat mit einem 2:0-Erfolg über den FC Augsburg den 26. Spieltag der Bundesliga-Saison beendet. Gestartet war das Ganze allerdings mit einer kleinen Trikot-Posse. Trainer Christian Streich (55) brachte Licht ins Bunte.

Rot-Grün-Schwäche? Dann wird eben das Trikot getauscht. Freiburg-Coach Christian Streich (55) erklärt den Wechsel der Spielfarben.
Rot-Grün-Schwäche? Dann wird eben das Trikot getauscht. Freiburg-Coach Christian Streich (55) erklärt den Wechsel der Spielfarben.  © Torsten Silz/dpa

Die Breisgauer dribbeln nämlich in der Regel im heimischen Schwarzwald-Stadion mit ihren roten Trikots auf.

Nicht jedoch gegen die bayrischen Schwaben vom FCA.

Obwohl man die rote Spielkleidung der Freiburger eigentlich hätte gut von den grünen Augsburg-Jerseys unterscheiden können, entschied man sich, auf Gelb gegen Grün umzuswitchen.

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Der Grund laut dem SCF: eine Rot-Grün-Schwäche eines Freiburger Akteurs.

Darauf angesprochen, antwortet Christian Streich in klassischer Manier: "Augsburg spielt in dunklem Grün, und wir hätten mit einem nicht leuchtenden Rot gespielt. Wir haben einen Spieler in der Mannschaft, der Probleme mit Rot/Grün hat."

Und "weilmer net wolle, dass der einen Pass zum Gegner spielt", habe man sich kurzerhand zum vereinsinternen Trikot-Tausch entschieden. Um welchen Spieler es sich handelt, ist nicht klar.

SC Freiburg gewinnt Duell gegen den FC Augsburg, Team von Heiko Herrlich Verlierer des Spieltages

Freiburg gegen Augsburg, Gelb gegen Grün, SCF-Torschütze Roland Sallai (23, l.) gegen FCA-Kicker Robert Gumny (22, r.).
Freiburg gegen Augsburg, Gelb gegen Grün, SCF-Torschütze Roland Sallai (23, l.) gegen FCA-Kicker Robert Gumny (22, r.).  © Tom Weller/dpa

Geschadet hat es seinen Mannen nicht. Nach den Toren von Roland Sallai (51.) und Philipp Lienhart (79.) gewannen die Gastgeber mit 2:0 über das Team von Heiko Herrlich (49).

Während Streich und der SCF die zweitbeste Runde der Vereinsgeschichte spielen und sogar an den internationalen Rängen schnuppern, ist Augsburg nach den Siegen von Hertha BSC Berlin und dem 1. FSV Mainz 05 der große Verlierer des Spieltags.

Schuld an der dennoch vermeidbaren Niederlage im Breisgau dürften jedoch weniger die Trikots als eher die letzte Konsequenz bei den zahlreichen Abschlussmöglichkeiten der Augsburger gewesen sein.

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Während der 1. FC Köln dem BVB beim 2:2 einen Punkt abknöpfte, liegen Herrlich und seine Truppe nun bloß noch sechs Punkte vor dem auf dem Relegationsplatz 16 stehenden "Effzeh" aus der Domstadt.

Titelfoto: Torsten Silz/dpa, Tom Weller/dpa

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