16.000 Fans zum Zweitliga-Comeback? Dynamo wartet noch auf grünes Licht

Dresden - Die Staats- und Senatskanzleien haben in der Vorwoche der 1. und 2. Bundesliga grünes Licht gegeben. Die Vereine dürfen mit Beginn der Saison ihre Stadien zu 50 Prozent auslasten - wenn die Inzidenzzahlen unter 35 liegen und die kommunalen Behörden es genehmigen.

Zum Spiel gegen Jablonec kamen nur 300 Zuschauer ins Harbig-Stadion, obwohl 1000 erlaubt waren. Vielen waren die Zutrittsbedingungen wohl zu kompliziert...
Zum Spiel gegen Jablonec kamen nur 300 Zuschauer ins Harbig-Stadion, obwohl 1000 erlaubt waren. Vielen waren die Zutrittsbedingungen wohl zu kompliziert...  © Lutz Hentschel

Im Fall von Dynamo Dresden hieße das, es dürften ab 24. Juli und dem Auftakt gegen Ingolstadt etwas mehr als 16.000 Zuschauer ins Stadion.

Für die SGD wäre das ein guter Fakt, vor allem aus finanzieller Hinsicht. Doch bis es so weit ist, fließt noch etwas Wasser die Elbe hinunter.

Die Rückkehr der Fans anhand des von Dynamo ausgearbeiteten Hygienekonzeptes zum Zweitliga-Comeback wird nämlich derzeit von den Verantwortlichen noch immer final besprochen - zwölf Tage vor dem Start.

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"Stand jetzt können wir festhalten, dass sowohl die bisherigen Abstimmungen mit den zuständigen Behörden als auch die Meldungen nach dem Treffen der Staatskanzleien der Landesregierungen bezüglich einer Zuschauerrückkehr optimistisch stimmen, aber derzeit noch nicht abgeschlossen sind", sagt Jürgen Wehlend, kaufmännischer Geschäftsführer der SGD, auf der vereinseigenen Homepage zu diesem Thema.

Gästefans sind in der 1. und 2. Bundesliga bisher nicht erlaubt

"Wie immer gilt: 10 % Gästefans - unverhandelbar", stand auf dem Banner, das die Dresdner Anhänger beim Test gegen Braunschweig zeigten.
"Wie immer gilt: 10 % Gästefans - unverhandelbar", stand auf dem Banner, das die Dresdner Anhänger beim Test gegen Braunschweig zeigten.  © Lutz Hentschel

"Sobald die Rahmenbedingungen feststehen, werden wir unverzüglich den Vorverkauf für den Saisonauftakt gegen Ingolstadt über alle Vereinsmedien ankündigen. Wir hoffen, dass dies spätestens am Anfang der Heimspielwoche vor der Partie erfolgen kann", sagt er weiter.

Es bleibt auf alle Fälle knifflig.

Auch was zwei andere Fakten betrifft: Für die 1. und 2. Bundesliga sind bisher nur Heimfans zugelassen, die Gäste sind ausgeschlossen. Dagegen regt sich massiver Widerstand bei den Fangruppen, zumal es in der 3. Liga keine Einschränkungen geben soll.

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Auch die Dynamo-Anhänger begehren dagegen auf.

"Wie immer gilt: 10 % Gästefans - unverhandelbar": Dieses Spruchband hing beim Testspiel der Dynamos im Camp gegen Braunschweig. Im Normalfall dürfen zehn Prozent des Kartenkontingent an Auswärtsfahrer verkauft werden.

Der zweite Fakt ist noch extremer.

Wie überall in den deutschen Stadien wird wohl auch in Dresden weiterhin die "GGG-Regel" angewendet werden - geimpft, genesen, getestet. Damit konnten sich bisher nur wenige anfreunden, ist aber dennoch der sicherste Weg für einen Besuch. Nur wer eine der drei Regeln erfüllt, darf auch rein.

Zum Trainingsauftakt und zum Testspiel gegen Jablonec durften jeweils 1000 Fans ins Stadion - nur knapp 300 kamen jeweils.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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