17 Dynamo-Abgänge! Ralf Becker räumt richtig auf

Dresden - Ein Neuanfang soll her! Ralf Becker (49), Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden, peilt nach dem Abstieg in die 3. Liga einen Neuaufbau der Mannschaft an, der auch notwendig ist. Insgesamt 17 Spieler müssen deshalb gehen.

Ralf Becker (49) will die Mannschaft wieder zu Höchstleistungen bringen. Dafür müssen allerdings zahlreiche Spieler gehen.
Ralf Becker (49) will die Mannschaft wieder zu Höchstleistungen bringen. Dafür müssen allerdings zahlreiche Spieler gehen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Etwas mehr als zwei Wochen ist Becker nun bei Dynamo im Amt. Sein Wirken hinterlässt trotz des kurzen Zeitraums bereits erste Spuren. 

In einem Interview auf der Vereinswebseite erklärte Becker nun, wie die Anfangszeit für ihn war und wie er die Mannschaft wieder voranbringen will.

"Ich bin hier von Anfang an von allen Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle, dem Nachwuchs und dem sportlichen Bereich sehr offen und positiv empfangen worden", schilderte er seinen Einstieg. 

Aber Becker ist nicht für Smalltalk in die Elbestadt gekommen, sondern, um etwas zu bewirken. Er will verändern und erneuern. "Wir in der sportlichen Abteilung haben ab Tag eins den vollen Fokus auf die Kaderplanung gelegt", erklärte der 49-Jährige.

Denn im Kader steht wohl die momentan größte Veränderung überhaupt an. Es steht ein Umbruch an, der den Verein nach vorne und wieder in die 2. Bundesliga bringen soll.

Keine leichte Entscheidung bei Dynamo Dresden: 17 Spieler werden gehen

Marco Hartmann (o.l.), Max Kulke (o.r.) sowie Patrick Wiegers (u.l.) und Stefan Kiefer bleiben auch weiter Dynamo-Spieler.
Marco Hartmann (o.l.), Max Kulke (o.r.) sowie Patrick Wiegers (u.l.) und Stefan Kiefer bleiben auch weiter Dynamo-Spieler.  © Lutz Hentschel

Der Sportgeschäftsführer erläutert weiter: "Nach der vergangenen Saison wollen wir ein neues Gesicht zeigen und die aktuelle Situation als Chance nutzen, etwas Neues entstehen zu lassen." 

"Das waren teilweise wirklich schwierige Entscheidungen, die uns alles andere als leicht gefallen sind", so Becker. "Wir wissen, was die Jungs hier - teilweise über viele Jahre - geleistet haben."

Wichtig war es dem Sportgeschäftsführer, neue Reize zu setzen und gleichzeitig ebenso eine neue Struktur in die Hierarchie der Dresdner zu bringen. 

Aber nicht alle Akteure müssen deshalb von seiten des Vereins aus den Klub verlassen. "Es gab auch Spieler, die ihre Karriere auf eigenen Wunsch woanders fortsetzen wollen, was ebenfalls völlig legitim ist", führte Becker zur Situation aus.

"Nach der gemeinsamen Analyse der vergangenen Saison mit Trainer Markus Kauczinski (50) und Chefscout Kristian Walter (36) waren wir uns einig, dass es wichtig ist, einen Schnitt zu machen und einen Neuanfang zu starten", betonte er.

Dynamo Dresden: Markus Kauczinski auf der Suche nach potenziellen Neuzugängen

Trainer Markus Kauczinski (50) grübelt bereits, wer das Team ergänzen könnte.
Trainer Markus Kauczinski (50) grübelt bereits, wer das Team ergänzen könnte.  © Lutz Hentschel

Das Ziel, welches die Dynamo-Chefs mit der Neuaufstellung verfolgen, dürfte letztlich nicht nur eingefleischten Dresden-Fans ersichtlich sein. 

"Wir müssen jedes Spiel mit dem unbedingten Willen angehen, den Platz am Ende als Sieger zu verlassen", erklärte der 49-Jährige. "Wenn uns das gelingt, werden wir eine erfolgreiche Zeit haben."

Damit das ordentlich klappt, ist jetzt vor allem Kauczinski auf SGD-Werbe-Tour: "Markus war in den vergangenen beiden Wochen viel unterwegs und hat sich mit allen potenziellen Neuzugängen getroffen oder aber telefoniert, um sich ein persönliches Bild von ihnen zu machen."

Bekannt ist in diesem Zusammenhang, dass Tim Knipping (27) vom SSV Jahn Regensburg, Yannick Stark (29) vom SV Darmstadt 98 und Panagiotis Vlachodimos (28) von der SG Sonnenhof Großaspach die Mannschaft verstärken werden.

Wer noch kommen könnte, verriet Becker bislang nicht. Aber bestimmt gibt es in den nächsten Tagen weitere Neuzugänge zu vermelden.

Update 17.35 Uhr: Dynamo Dresden verabschiedet Spieler

Die Verantwortlichen bedankten sich im Zusammenhang mit dem geplanten Neuanfang in der 3. Liga am späten Nachmittag in einem entsprechenden Facebook-Post bei Baris Atik, Florian Ballas, Tim Boss, Dzenis Burnic, Godsway Donyoh, Patrick Ebert, Brian Hamalainen, Josef Husbauer, René Klingenburg, Niklas Kreuzer, Simon Makienok, Jannik Müller, Jannis Nikolaou, Ondrej Petrak, Patrick Schmidt, Marco Terrazzino und Linus Wahlqvist für den erbrachten "Einsatz im Trikot der Sportgemeinschaft".

Die Form des Abschieds sei so zwar eigentlich nicht geplant gewesen und hätte einen anderen Rahmen verdient. "Aufgrund der aktuellen Umstände" sei dies jedoch nicht möglich. Die Coronavirus-Pandemie hat auch weiterhin erhebliche Auswirkungen.

"Wir wünschen viel Erfolg und alles Gute für den weiteren Weg", hieß es abschließend seitens des Klubs.

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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