Ab 1. April tägliche Schnelltests bei Dynamo: "Sind ja froh, dass wir spielen können"

Dresden - Was passiert bis zum Saisonfinale am 22. Mai? Geht alles ordnungsgemäß über die Bühne? Grätscht Corona nochmal entscheidend dazwischen? Alles Fragen, die nicht zu 100 Prozent zu beantworten sind. Wie fragil das Gebilde Profisport und seine Testungen sind, zeigte Nationalspieler Jonas Hofmann am Donnerstag mit seinem positiven Ergebnis. Alles unternommen, Covid19 schlüpft dennoch durch.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski. Auch im Stadion trägt er oft den Mund- und Nasenschutz. Seine Corona-Erkrankung hat er im Januar relativ glimpflich überstanden.
Dynamo-Trainer Markus Kauczinski. Auch im Stadion trägt er oft den Mund- und Nasenschutz. Seine Corona-Erkrankung hat er im Januar relativ glimpflich überstanden.  © Lutz Hentschel

Alles unternehmen auch die Verbände und die Vereine. Dynamo kam trotz des positiven Falls von Trainer Markus Kauczinski bisher glimpflich durch die Saison, auch weil das Konzept gut ist und greift. Aber eben nicht zu 100 Prozent, Schlupflöcher gibt es immer.

Deshalb zieht auch der DFB das Hygienekonzept noch einmal an und macht es der DFL nach. Die 36 Vereine der 1. und 2. Liga müssen ab sofort täglich einen Schnelltest machen, dazu die obligatorischen zwei PCR-Tests pro Woche.

"Das ist bei uns ab 1. April auch so", sagt Kauczinski auf TAG24-Nachfrage.

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"Wir müssen ab dem Tag täglich einen Schnelltest machen, aber dann nur noch einen PCR-Test, keine zwei", sagt er.

Die DFL will zusätzlich alle Teams rund um die englische Woche Mitte/Ende April in ein Quarantäne-Camp schicken, um die Gefahr von Ausfällen zu minimieren.

Auch die 3. Liga hat im Mai noch eine englische Woche. "Davon habe ich bei uns noch nichts gehört. Dazu kann ich momentan nichts sagen", so der Coach.

Dynamo-Trainer will sich über Maßnahmen nicht beschweren.

Ab 1. April müssen die Dynamo-Profis einen täglichen Schnelltest machen. Wer negativ ist, darf trainieren.
Ab 1. April müssen die Dynamo-Profis einen täglichen Schnelltest machen. Wer negativ ist, darf trainieren.  © DPA / Bodo Schackow

Der Trainer beschwert sich nicht über die strengeren Maßnahmen, man gewöhnt sich daran.

"Das ist halt so. Wir sind ja froh, dass wir spielen können. Wir wollen spielen, wenn man sich dann solch ein Schicksal von unserem Testspielpartner Jena anschaut. Die haben zwölf Spiele gemacht und dann wird abgebrochen. Die sind in Kurzarbeit. Da brauchen wir uns nicht zu beschweren. Da sind wir froh, dass wir weiterspielen können."

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Derzeit steigen die Zahlen deutschlandweit wieder. Heidenheims Coach Frank Schmidt befürchtete in der Vorwoche einen Stopp wie vor einem Jahr oder gar einen Saison-Abbruch.

Kauczinski: "Das letzte Jahr hat uns eins gelehrt. Nämlich, dass man nichts weiß. Dass alles passieren kann, dass man nie sicher ist und das in jede Richtung. Ich habe die Hoffnung, dass alles gut wird und wir das vernünftig zu Ende bringen können und vielleicht sogar mit diesen Nachverfolgungs-Apps alles in eine positive Richtung drehen können."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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