Als Dank an Wurzen! Dynamo verzichtet auf die Pokal-Einnahmen

Dresden - Die Ansetzung an sich ist nicht kurios. Landesligist ATSV Frisch Auf Wurzen trifft als Heimmannschaft im Landespokal auf Dynamo Dresden. Was danach passierte, war es dann doch. Stündlich änderte sich Ort und Tag. Erst Samstag in Eilenburg, dann Sonntag in Pirna, jetzt Samstag bei Borea - auf Wunsch von Dynamo. Dafür hilft die SGD dem "Gastgeber".

Im Jägerpark bei Borea trifft Dynamo im Landespokal auf Wurzen. Gut 2000 Fans werden zu dieser Partie erwartet. Karten gibt es noch an der Tageskasse.
Im Jägerpark bei Borea trifft Dynamo im Landespokal auf Wurzen. Gut 2000 Fans werden zu dieser Partie erwartet. Karten gibt es noch an der Tageskasse.  © imago sportfotodienst

Dynamo wollte im Rhythmus bleiben. Vergangenen Samstag gegen den FC Ingolstadt 04, am heutigen Sonnabend gegen Wurzen, nächsten Samstag bei der SpVgg Bayreuth.

"Wir haben ganz zu Beginn schon gesagt, da stand der Gegner noch gar nicht fest: Wenn es geht, würden wir durch die Länderspielpause lieber unter der Woche spielen. Da könnte ich den Jungs paar Tage länger freigeben", so Markus Anfang (48).

"Dann wurde es als Hochsicherheitsspiel angesetzt. Ok, müssen wir akzeptieren, dann spielen wir halt am Wochenende. Dann heiß es die ganze Zeit, wir spielen Samstag. Das war für mich auch das beste. Wenn wir Samstag und Samstag spielen, dann haben wir eine ganz normale Trainingswoche, können Sonntag auslaufen, Montag ist frei. Da kann ich Dienstag ganz normal ins Training starten. Es war nur eine Bitte", so Anfang zu seinen Beweggründen.

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Unter der Woche wollte Wurzen nicht spielen. "Das verstehe ich, weil dann doch mehr Zuschauer kommen", sagt Anfang.

Dynamo Dresden ist gegen den ATSV Frisch Auf Wurzen klarer Favorit

Dynamo-Trainer Markus Anfang (48) will die Aufgabe am Samstag seriös lösen.
Dynamo-Trainer Markus Anfang (48) will die Aufgabe am Samstag seriös lösen.  © Imago/Lutz Hentschel

Und in diesem Punkt kommt Dynamo den Wurzenern als Dank auch entgegen. Beim Pokal werden die Einnahmen geteilt.

20 Prozent bekommt der Sächsische Fußballverband, die anderen 80 Prozent teilen sich die Vereine. Dresden verzichtet auf seinen Anteil, der ATSV darf die Einnahmen komplett behalten.

Dass Dynamo am Samstag Favorit ist, das muss keinem erklärt werden. Doch der Platz im Jägerpark hat seinen Tücken. Das ist kein Teppich.

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Anfang zuckt nur mit den Schultern. "Die anderen müssen auch darauf spielen. Ich suche nicht nach Ausreden." Eigentlich dürfte Wurzen trotz allem keine Hürde sein.

"Da ist das Wort eigentlich. Ja, eigentlich ist es so. Aber eigentlich ist es auch manchmal anders. Die Jungs sollen es ganz normal angehen. Jeder kann sich anbieten, der bis dato weniger gespielt hat. Er soll die Spielzeit nutzen. Wenn er den Anspruch hat, in der Meisterschaft, dann wird er alles dafür tun, eine gute Leistung zu bringen. So gehen wir das an."

Dynamo wird aufgrund der kurzfristigen Verlegung in den Jägerpark die Tageskassen ab 13.30 Uhr öffnen.

Titelfoto: imago sportfotodienst

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