Bitter für Dynamo: SGD verliert Pokal-Fight gegen St. Pauli nach 120 Minuten

Dresden - Bitter, bitter! Dynamo Dresden ist nach großem Kampf aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, unterlag in der 2. Runde dem Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli denkbar knapp mit 2:3 und verpasste so das erste Achtelfinale seit 2014.

Bittere Niederlage für die Dresdner. Für sie ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals Schluss.
Bittere Niederlage für die Dresdner. Für sie ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals Schluss.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Dynamo-Coach Alexander Schmidt hatte "geschickte" Wechsel angekündigt. Und die so umgesetzt: Yannick Stark, Michael Sollbauer und Christoph Daferner durften wohl auch in Hinblick auf das Samstagsspiel gegen Sandhausen zunächst auf der Bank verschnaufen, dafür rückten Luca Herrmann, Ransford Königsdörffer und Pascal Sohm in die Startelf. Für Angreifer Sohm der erste Einsatz von Beginn an.

Im Vergleich zur 0:3-Pleite am Millerntor machte es Dynamo diesmal entscheidend besser, kassierte nämlich nicht gleich nach ein paar Sekunden einen Rückstand. Und schon entwickelte sich mit dem Liga-Dominator ein Duell auf Augenhöhe.

Dem fehlte es allerdings an echten Torchancen. Keines der beiden Teams schien bereit zu sein, volle Fahrt aufzunehmen und ins Risiko zu gehen. Heraus kam ein wenig ansehnliches Geplänkel zwischen den Strafräumen - echter Pokalfight sieht anders aus.

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Dynamo Dresden Dynamos Keeper Broll im Aggro-Modus: "Ich bin sauer!"

Nach dem Wechsel wurde es deutlich turbulenter. In der 56. Minute feierte der Pauli-Block, nachdem Burgstaller aus dem Gewühl heraus volley getroffen hatte. Zu früh gefreut - Schiri Sven Waschitzki gab den Treffer nicht, weil Burgstaller zuvor der Ball an den Arm gesprungen war.

Die Startelf von Dynamo Dresden im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC St. Pauli

Mit dieser Aufstellung startete der FC St. Pauli ins Pokalspiel gegen Dynamo Dresden

Zum Ende der ersten Halbzeit gab es mächtigen Tumult auf dem Rasen!
Zum Ende der ersten Halbzeit gab es mächtigen Tumult auf dem Rasen!  © Picture Point

Erst die Verlängerung brachte die Entscheidung im Duell zwischen Dynamo Dresden und dem FC St. Pauli

Die beiden Zweitligisten schenkten sich nichts: Hier setzt sich Dynamos Morris Schröter gegen Paulis Leart Paqarada durch.
Die beiden Zweitligisten schenkten sich nichts: Hier setzt sich Dynamos Morris Schröter gegen Paulis Leart Paqarada durch.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In der 62. Minute brachte Schmidt frisches Personal, wechselte gleich im Dreierpack: Sohm, Königsdörffer und Herrmann gingen, Christoph Daferner, Julius Kade und Jongmin Seo kamen. Dynamo schien kurz unsortiert - und wurde eiskalt erwischt.

Leart Pacarada schob zum 0:1 ein (63.). Doch die Schwarz-Gelben schüttelten sich und schlugen zurück: Daferner glich volley aus - wunderschöner Treffer (66.) zum 1:1.

Und jetzt ging endlich die Post ab, es wurde mit offenem Visier gekämpft. Allerdings kassierte die SGD das 1:2 - schon wieder wie auf Schalke nach einem Standard. Pacarada brachte einen Freistoßball, Maximilian Dittgen verlängerte per Kopf (72.).

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Doch zwei Minuten später lag der Ball wieder auf der anderen Seite im Tor. Morris Schröter hatte geflankt, Pauli-Kapitän Philipp Ziereis lenkte die Kugel in den eigenen Kasten - 2:2. Was war denn jetzt hier los? Echter Pokalfight! 16.000 Zuschauer aus dem Häuschen.

Beide Mannschaften drängten auf die Entscheidung, wollten die Zusatzschicht unbedingt vermeiden - das klappte nicht. Verlängerung! Und dort waren die Hamburger wieder dran.

Christopher Buchtmann stand in der 101. Minute leider goldrichtig - 2:3. Dynamo probierte nochmal alles, doch die Kräfte schwanden und das Glück fehlte.

Titelfoto: Picture Point

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