Chris Löwe hat bei Dynamo wieder Spaß: "Passt gerade rundherum"

Dresden - "Ich geb' Gas, ich hab' Spaß!" So lautet das derzeitige Motto von Dynamo-Verteidiger Chris Löwe (32). Das war der Hauptgrund, weshalb der 32-Jährige in dieser Woche seinen Vertrag verlängert hat und noch bis 2023 seine Töppen für die SGD schnüren wird.

Chris Löwe (32) wird Dynamo noch bis Juni 2023 erhalten bleiben, weil bei ihm der Spaß am Fußball zurückgekehrt ist.
Chris Löwe (32) wird Dynamo noch bis Juni 2023 erhalten bleiben, weil bei ihm der Spaß am Fußball zurückgekehrt ist.  © Lutz Hentschel

Löwe lässt noch einmal in seine Seele blicken und geht knapp zwei Jahre zurück. Damals, noch vor der Corona-Pause und dem folgenden Abstieg, wollte er nicht mehr. Die Luft war raus.

"Für mich war klar, dass die Sache Fußball im Sommer 2020 für mich beendet ist. Ich hatte keinen Spaß mehr. Ich habe nicht die Leistung gebracht, die ich selbst von mir erwartet habe. Das war auch mit der Familie so klar kommuniziert."

Doch schon damals entscheid sich Löwe anders, wollte den Neuaufbau in der 3. Liga unbedingt mitgestalten. Trotz einer schweren Knieverletzung im Oktober 2020 kam plötzlich das Gefühl wieder.

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In diesem Drittligajahr, an dessen Ende der sofortige Wiederaufstieg stand, kam der Spaß zurück. "Ich habe dann auch im letzten halben Jahr gemerkt, dass ich eine Leistung bringen kann, mit der ich zufrieden nach Hause fahren kann."

Mehr als das. Löwe gehörte in der Hinrunde zu den Konstantesten im Team.

Schnelle Vertragsverhandlungen

Mit den Teamkollegen bejubelt Chris Löwe (rechts) den Ausgleichstreffer gegen den HSV.
Mit den Teamkollegen bejubelt Chris Löwe (rechts) den Ausgleichstreffer gegen den HSV.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn sein Vertrag am 30. Juni 2023 endet, dann kann er auf vier Jahre Dynamo zurückblicken. Zwei Jahre Dortmund, drei Kaiserslautern und drei Huddersfield - Dresden ist dann - abgesehen von seinem Jugendverein Chemnitzer FC - seine längste Station.

"Das ist mir bewusst. Das ist gerade alles rundherum passend. Ich kann hier meine Leistung bringen, habe gute Voraussetzungen, diese bringen zu können. Deswegen gab es für mich keinen Grund, jetzt freiwillig die Schuhe an den Nagel zu hängen", so Löwe. Daher haben die Vertragsgespräche- und verhandlungen von der ersten Anfrage bis zur Unterschrift "keine zwei Wochen gedauert", wie er sagt.

Einen Plan B, falls Dynamo den Vertrag nicht verlängert hätte, gab es für Löwe auch "noch nicht zu 100 Prozent".

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Er hat sich im vergangenen halben Jahr voll auf das runde Leder fokussiert, alle anderen Gedanken weggeschoben.

"Es gibt mit Sicherheit im Hintergrund zwei, drei Ideen. Aber das ist noch nix dabei, was spruchreif wäre", sagt er. Aber das hat ja auch alles noch mindestens 16 Monate Zeit. Bis dahin will er Erfolg und Spaß mit Dynamo Dresden haben.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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