Daferner-Doppelpack! Dynamo fertigt Ingolstadt ab

Dresden - Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey. Die 7102 SGD-Fans hatten ihren Spaß! Natürlich mit einem Augenzwinkern. Dynamo Dresden hat sich bei 30 Grad in der prallen Sonne mit einem klaren Sieg eindrucksvoll in der 2. Bundesliga zurückgemeldet.

Endlich wieder Dynamo-Fans im Rudolf-Harbig-Stadion!
Endlich wieder Dynamo-Fans im Rudolf-Harbig-Stadion!  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Vor 7500 Zuschauern hieß es nach 90 tollen Minuten 3:0 (1:0) gegen den FC Ingolstadt 04. Christoph Daferner (41./57.) und Heinz Mörschel (67.) trafen.

Mit der Aufstellung überraschte Trainer Alexander Schmidt - taktisch wie personell. Statt im gewohnten 3-5-2 schickte er seine Elf im 3-4-3 aufs Feld. Das war volle Offensive.

So spülte es Julius Kade gleich wieder in die Startformation. Zudem hieß die Frage nicht Brandon Borrello oder Morris Schröter, es spielten beide. Schröter im rechten Mittelfeld, Borrello auf der linken Seite im Dreier-Sturm.

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Schmidt lag damit richtig, denn der FCI zeigte sich ebenso überrascht. Dresden übernahm sofort die Kontrolle, agierte flüssig und schnell. Die Schanzer kamen zunächst kaum über die Mittellinie. Die erste Torannäherung hatte Ransford Königsdörfer (18.). Bei dessen Schuss aus 18 Metern musste sich Fabijan Buntic lang machen.

Danach kam eine Phase, in der Dynamo erstmal das Tempo herausnahm. Prompt hatte der Gast zwei gute Chancen. Dennis Eckert Ayensa (28.) zog urplötzlich aus 22 Metern ab, da fehlte nur ein Hauch. 120 Sekunden danach drosch Filip Bilbija die Kugel aus elf Metern drüber.

Aufstellungen von Dynamo Dresden und dem FC Ingolstadt 04

Christoph Daferner schießt Dynamo Dresden gegen den FC Ingolstadt 04 in Führung

Der erste Treffer des Torjägers: Christoph Daferner (r.) netzt zum 1:0 für die SGD ein.
Der erste Treffer des Torjägers: Christoph Daferner (r.) netzt zum 1:0 für die SGD ein.  © Lutz Hentschel

Danach trat Dresden das Gaspedal nochmal voll durch. Was Dynamo jetzt zeigte, war Sahne. Der Ball lief wie am Schnürchen, das Tor bahnte sich an.

Borrello traf mit einem herrlichen Schlenzer aus 16 Metern den Pfosten, Tim Knippings (37.) Kopfball vom Elfmeterpunkt nach einer Flanke von Morris Schröter kratzte Buntic aus dem Winkel.

Aber dann: Michael Sollbauer fing einen Angriff ab, der Ball kam über Umwege zu Schröter, der sprintete und sprintete und schlug das Leder flach mit Schnitt in den Strafraum.

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Daferner löste sich von zwei Ingolstädtern und drückte die Kugel halb im Flug halbhoch ins Netz - 1:0 (41.). Von allen Beteiligten mustergültig!

Einmal kurz Luft anhalten hieß es gleich nach der Pause. Dresden brauchte fünf Minuten, um sich wieder reinzufinden.

Das nutzte Stefan Kutschke (49.) fast. Sein Kopfball strich nur knapp drüber. Glück gehabt.

Christoph Daferner und Heinz Mörschel legen für Dynamo Dresden nach

Daferner-Doppelpack! Der treffsichere Stürmer (v.) bejubelt sein Tor zum 2:0 für die SGD.
Daferner-Doppelpack! Der treffsichere Stürmer (v.) bejubelt sein Tor zum 2:0 für die SGD.  © Lutz Hentschel

Mit dem Wiederanpfiff hatte Schmidt Panagiotis Vlachodimos für Königsdörffer gebracht. Und der zeigte, dass er sich unter dem Trainer pudelwohl fühlt.

Erst zwang er Buntic (51.) zu einer Parade, fünf Minuten später wuselte er sich von rechts kommend im Strafraum gegen drei FCI-Kicker durch, scheiterte aber an Buntics Fuß.

Doch Daferner hatte gelauert, drosch den Abpraller humorlos ins Netz - 2:0 (57.). Doppelpack "Daffi" - das gab es in der 3. Liga nicht.

Dresden verwaltete aber nicht, blieb auf dem Pedal. Der kurz vorher eingewechselte Philipp Hosiner (61.) traf nach Pass von "Pana" aus zwölf Metern den Pfosten. Das war jetzt berauschend.

Der dritte Joker machte den Deckel rauf. Schröter passte auf Daferner, der ließ an der Mittellinie auf Heinz Mörschel abtropfen. Mörschel lief, lief, lief, schickte am Strafraum zwei Ingolstädter zum Spielen ins Karussell und traf aus 14 Metern ins lange Eck - 3:0 (67.).

Am Ende hallte ein "oh, wie ist das schön" durchs weite Rund. Comeback geglückt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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