Christoph Daferner wird im Frankenderby zum Helden: Nürnberg schlägt Fürth!

Nürnberg - Zweiter Pflichtspieleinsatz für seinen neuen Verein, erstes Tor! Christoph Daferner hat den 1. FC Nürnberg im 269. Frankenderby am 2. Spieltag der 2. Bundesliga gegen die SpVgg Greuther Fürth zum 2:0 (1:0)-Heimsieg geführt.

Kein Problem für den Torjäger! Christoph Daferner (r.) brauchte den Ball nur noch mit der Brust aus Nahdistanz zum 1:0 für den 1. FC Nürnberg über die Linie bugsieren.
Kein Problem für den Torjäger! Christoph Daferner (r.) brauchte den Ball nur noch mit der Brust aus Nahdistanz zum 1:0 für den 1. FC Nürnberg über die Linie bugsieren.  © dpa/Daniel Karmann

Der Neuzugang von Dynamo Dresden hatte es bei seinem Treffer aber auch nicht besonders schwer. Tim Handwerker flankte aus dem rechten Halbfeld an den zweiten Pfosten, wo Kwadwo Duah per Kopf querlegte. Daferner lief genau richtig ein und drückte die Kugel mit der Brust zum 1:0 über die Linie (15. Minute).

Auch sonst agierte der Stürmer wie man ihn aus seiner Zeit bei der SGD und beim FC Erzgebirge Aue kennt: Er warf sich in die Zweikämpfe, zeigte sich laufstark, versprühte im Sechzehner Gefahr und beschäftigte seine Gegenspieler.

Direkt zu Beginn war er noch mit einem zu laschen Kopfball an SpVgg-Keeper Andreas Linde gescheitert (2.), ehe Nürnberg eine Doppelchance ausließ. Erst traf Jens Castrop nur den Pfosten, im Nachsetzen fand Daferner seinen Meister im hervorragend reagierenden Linde (8.).

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Dazu zog er noch einmal aus der Distanz ab, was den Schlussmann des Kleeblatts aber vor keine Probleme stellte (40.).

Die Hausherren deuteten im Max-Morlock-Stadion vor rund 42.000 Fans auch sonst an, weshalb sie zu den Aufstiegskandidaten zählen und zeigten ihre spielerische sowie individuelle Klasse.

Startelf des 1. FC Nürnberg für das 269. Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth

Anfangsformation der SpVgg Greuther Fürth für das Zweitliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg

Christoph Daferner ausgewechselt, Manuel Wintzheimer sorgt für die Entscheidung

Christoph Daferner (3.v.l.) bejubelt hier mit seinem Teamkollegen um Vorbereiter und Sturmpartner Kwadwo Duah (r.) den FCN-Führungstreffer.
Christoph Daferner (3.v.l.) bejubelt hier mit seinem Teamkollegen um Vorbereiter und Sturmpartner Kwadwo Duah (r.) den FCN-Führungstreffer.  © dpa/Daniel Karmann

Zwar agierte auch das Kleeblatt auf gutem Niveau und versuchte sich immer wieder in der Offensive, doch die FCN-Abwehr um Kapitän Christopher Schindler stand stabil, weshalb die Heimelf mit der verdienten Führung in die Kabine ging.

Fürth gelang es hingegen nicht, das dynamische Sturmduo Daferner/Duah dauerhaft auszuschalten, die beiden Angreifer setzten regelmäßig Nadelstiche und zwangen die SpVgg zu hoher Wachsamkeit.

Dazu beging Daferner auch ein taktisches Foul, hielt Timothy Tillman fest und sah berechtigterweise die Gelbe Karte (62.). Neun Zeigerumdrehungen später war sein intensiver Arbeitstag dann beendet, für ihn kam Erik Wekesser.

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Nun stand die Begegnung auf Messers Schneide, bevor das Zusammenspiel der Joker für die Entscheidung sorgte. Wekesser passte von der Grundlinie zu Taylan Duman, der Manuel Wintzheimer überlegt bediente.

Der Angreifer zog aus sechs Metern ab und ließ Linde nicht den Hauch einer Chance - 2:0 für die Gastgeber (82.)! Dieses Ergebnis brachte der FCN in der Schlussphase routiniert sowie ungefährdet über die Zeit und fuhr nach dem 2:3 am 1. Spieltag beim FC St. Pauli den ersten Saisonsieg ein.

Die Fans der SpVgg Greuther Fürth zündeten im Gästeblock unter anderem Rauchbomben in den Vereinsfarben.
Die Fans der SpVgg Greuther Fürth zündeten im Gästeblock unter anderem Rauchbomben in den Vereinsfarben.  © dpa/Daniel Karmann

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

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