Daferner-Knoten geplatzt: Dynamo findet gegen Werder Bremen zurück in die Erfolgsspur!

Dresden - Verrückt! Nach drei Niederlagen am Stück ist Dynamo Dresden aufgestanden und wie! Vor 16.000 frenetischen Zuschauern hat die SGD den Bundesliga-Absteiger SV Werder Bremen mit einem 3:0 (1:0) zurück an die Weser geschickt.

Sein erstes Tor seit dem 14. August: Christoph Daferner (v.-M.) schießt mit exzellenter Technik zum 1:0 für Dynamo ein.
Sein erstes Tor seit dem 14. August: Christoph Daferner (v.-M.) schießt mit exzellenter Technik zum 1:0 für Dynamo ein.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Mannschaftlich geschlossen, Einwechsler, die den Unterschied machten, und ein Christoph Daferner mit Torriecher. Er brachte sein Team mit zwei Treffern (40./66.) auf die Siegerstraße. Morris Schröter (75.) markierte den Endstand.

Beide Trainer scherten sich nicht um irgendwelche Sentimentalitäten, ließen die Mai-Brüder draußen. Dynamo-Coach Alexander Schmidt vertraute in der Innenverteidigung dem schnelleren Michael Akoto.

Auf dessen rechte Seite in der Viererkette rutschte Robin Becker - erster Startelfeinsatz seit dem 11. Januar! Zweimal musste Schmidt wechseln: Den gesperrten Julius Kade ersetzte Paul Will, für den verletzten "Pana" Vlachodimos spielte Heinz Mörschel.

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Dresden begann im 4-3-3 mutig, presste hoch, lief die Bremer immer wieder an, die gar nicht richtig hinten rauskamen.

Dynamo war tonangebend, hatte viele gute Ideen. Einzig an der Umsetzung haperte es, weil den Bällen das Timing fehlte, die meisten kamen zu lang.

So war die Chance von Becker (6.) lange Zeit das Beste. Ransford Königsdörffer legte nach einem Einwurf ab, Beckers Schuss wurde im letzten Augenblick geblockt. Trotzdem sah das gut aus und: Hinten brannte nix an, das war souverän.

Aufstellungen von Dynamo Dresden und dem SV Werder Bremen

Christoph Daferner und Morris Schröter schießen Dynamo Dresden zum Heimsieg

Doppelpack: Christoph Daferner (v.-M.) legt kurz nach der Pause das 2:0 für die SGD nach. Werder-Innenverteidiger Lars Lukas Mai (l.) kann nicht mehr eingreifen.
Doppelpack: Christoph Daferner (v.-M.) legt kurz nach der Pause das 2:0 für die SGD nach. Werder-Innenverteidiger Lars Lukas Mai (l.) kann nicht mehr eingreifen.  © Lutz Hentschel

Nach 25 Minuten gönnten sich die Schwarz-Gelben eine Verschnaufpause. Bremen kam besser ins Spiel, ohne aber Bäume auszureißen.

Just in diese gute Werder-Phase hinein schlug die SGD zu: Yannick Stark angelte sich nach einem Bremer Fehlpass die Kugel und schickte Heinz Mörschel. Dieser lief, bediente Königsdörffer.

"Ransi" schlenzte die Kugel aus 18 Metern sehenswert an den Querbalken. Der Ball sprang zu Christoph Daferner, der das Leder mit der Brust runternahm und ihn mit dem rechten Außenrist ins lange Eck donnerte. Vom Innenpfosten sprang die Kugel ins Netz - 1:0 (40.)! Zum ersten Mal seit dem 1. Spieltag gegen Ingolstadt ging Dresden wieder mit einer Führung in die Pause.

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Damals endete das Spiel 3:0. Diesmal wieder. Der Absteiger kam aber erst einmal, drückte Dynamo hinten rein, zweimal köpfte der Ex-Auer Nicolai Rapp (58./60.) nur knapp vorbei.

Der Druck von Bremen nahm zu, das bot aber auch Platz zum Kontern. Und nun stachen die Einwechsler Antonis Aidonis (für Becker) und Agyemang Diawusie (für Will). Aidonis spielte Doppelpass mit Morris Schröter, lief im Strafraum bis zur Grundlinie und passte. Mitchell Weiser grätschte die Kugel vor Diawusie weg, genau in den Lauf von Daferner, der schweißte das Ding ein - 2:0 (66.).

Bremen antwortete wütend. Einen Freistoß köpfte Niklas Füllkrug (68.) an den Pfosten. Doch Dresden kämpfte aufopferungsvoll und hatte noch einen: Diawusie spurtete von der Mittellinie los, blieb im Strafraum hängen, holte sich den Ball wieder und legte auf Schröter ab, der lief noch einen Schritt und schoss die Kugel aus 15 Metern ins lange Eck - 3:0 (75.)! Wahnsinn!

Sinnbild des Spiels: Dynamo um Christoph Daferner (v.-l.) und Antonis Aidonis (v.-r.) obenauf, Werder Bremen am Boden.
Sinnbild des Spiels: Dynamo um Christoph Daferner (v.-l.) und Antonis Aidonis (v.-r.) obenauf, Werder Bremen am Boden.  © Lutz Hentschel

Titelfoto: Lutz Hentschel

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