Corona-Zuschauer-Rekord bei Dynamo? Ultras bleiben dem Maskenball fern

Dresden - Beim Hamburger SV dürfen - Stand jetzt - 11300 Zuschauer ins Stadion. Das wären mehr als beim Pokalauftritt des HSV in Dresden. 

Seit März wurden 25000 Dynamo-Masken verkauft.
Seit März wurden 25000 Dynamo-Masken verkauft.  © Lutz Hentschel

Da kamen 10.053 - so viele wie nirgendwo nach der Corona-Pause. Will Dynamo seinen Rekord behalten, müssen am Sonntag gegen Mannheim mehr kommen als in Hamburg möglich sind. 

Allerdings muss die SGD wieder auf die Unterstützung der Ultras verzichten.

Auch beim 2. Dresdner Maskenball im Rudolf-Harbig-Stadion am Sonntag werden die Ultras das Team nicht aktiv unterstützen: "Wenn die Auslastung des Stadions einfach so massiv beschränkt ist, dass tausende Dynamofans bei Heimspielen draußen bleiben müssen und wir gar nicht erst zu Auswärtsspielen anreisen dürfen, überall Abstandsgebote eingehalten und Gesichtsmasken getragen werden müssen, dann können wir als Fanszene nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen und tun, als wäre die Welt im Dynamoland in Ordnung", schreibt der K-Block Dynamo in einer Stellungnahme auf Facebook. 

"Deswegen werden wir als Fanszene bis auf weiteres keinen aktiven Stimmungskern im K-Block bilden, keinen Capo stellen, keine Choreografien durchführen und bspw. auch keine Fanclub-Zaunfahnen aufhängen."

Mit Maske und Abstand! Anders dürfen die Fans auch am Sonntag gegen Waldhof Mannheim nicht ins Stadion.
Mit Maske und Abstand! Anders dürfen die Fans auch am Sonntag gegen Waldhof Mannheim nicht ins Stadion.  © Lutz Hentschel

Dynamo-Dresden-Fans müssen im Stadion einen Mund-Nasenschutz tragen

Der K-Block wird aber weitgehend leer bleiben. Die Ultras verzichten auf einen aktiven Support.
Der K-Block wird aber weitgehend leer bleiben. Die Ultras verzichten auf einen aktiven Support.  © Lutz Hentschel

Allerdings erkennt die Gruppierung das Bestreben des Vereins an, so viele Zuschauer wie nur möglich ins Stadion zu lassen: "Der Verein und seine Mitarbeiter können nichts für dieses Corona-Theater! Und natürlich ist es uns auch nicht verborgen geblieben, dass wieder einmal Dynamo Dresden der Verein war, der in Deutschland voran gegangen ist und bis dato die meisten Fans zurück ins Stadion gebracht hat."

Auch am Sonntag müssen die Fans wieder einen Mund-und-Nasenschutz tragen. 

Das gehört zum erprobten Hygienekonzept der Dynamos. 

"Es ist in Anbetracht der Gesamtsituation derzeit mit der Zuschauerrückkehr alles in allem ein zerbrechliches Glück, dem wir uns bewusst sein sollten. Wir tun also gut daran, keine falschen Erwartungen zu wecken und uns weiter voll und ganz auf die konsequente Umsetzung unseres Hygienekonzeptes zu konzentrieren", so der kaufmännische Interims-Geschäftsführer Enrico Kabus.

Aber jede Medaille hat ihre zwei Seiten. Nicht alle sind begeistert vom Tragen, müssen aber. Das nutzt dem Fanshop außerordentlich. Seit März wurden über 25.000 Masken verkauft - das ist ein Umsatz von fast 250.000 Euro! 

Titelfoto: Lutz Hentschel

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