Coronavirus bei Dynamo: Betroffene Spieler dürfen sich äußern, der Verein schweigt

Dresden - Die Vereine gehen immer noch unterschiedlich damit um. Wurde ein Kicker positiv auf Covid-19 getestet, gibt ein Klub den Namen preis, der andere schweigt. Dynamo macht Letzteres mit Verweis auf die Privatsphäre. Das war schon im Mai so, das ist geblieben.

Julius Kade fehlte in Saarbrücken im Dynamo-Aufgebot. Eine Begründung gab es dafür nicht.
Julius Kade fehlte in Saarbrücken im Dynamo-Aufgebot. Eine Begründung gab es dafür nicht.  © Lutz Hentschel

Die Situation ist zweifelsfrei schwer. 

In der Woche bekommt das keiner mit, weil ausnahmslos alle Erst- bis Drittligisten unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren müssen. 

Am Wochenende ploppt das Thema aber immer wieder auf, wenn einer unerwartet in der Aufstellung fehlt und gar nicht im Kader ist, es aber Tage zuvor gleich drei positive Testergebnisse gab. 

Das war bei den Dynamos und Julius Kade so. 

Er spielte zuletzt zweimal von Beginn an und das nicht schlecht. Aber in Saarbrücken fehlte er.

Trainer Markus Kauczinski wurde vor und nach der Partie im Ludwigspark darauf angesprochen: "Zu dem Stand bei verletzten, angeschlagenen oder kranken Spielern werde ich nichts sagen, weil sich das bei uns auch mit Infizierten mischt. Die betroffenen Spieler können sich selbst dazu äußern, wenn sie möchten. Wir geben dazu keine Auskunft."

Sich selbst zu äußern, machte im Mai Simon Makienok mit einem Instagram-Post. Alle anderen schwiegen lieber.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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