Couragierter Auftritt, aber Dynamo verliert auf Schalke deutlich

Gelsenkirchen - Ein Slapstick-Treffer zum 0:1 brachte Dynamo Dresden auf die Verliererstraße und um den Lohn aller Mühen. Vor atemberaubender Kulisse von 54526 Zuschauern verlor Dresden trotz eines starken Auftritts beim abgezockten FC Schalke 04 mit 0:3 (0:1).

Der erste Schalker Streich! Dynamos Robin Becker (rechts) will klären, dabei wird Thomas Ouwejan (Nr. 2) angeschossen, von ihm springt der Ball an Kevin Broll vorbei ins Dynamo-Tor.
Der erste Schalker Streich! Dynamos Robin Becker (rechts) will klären, dabei wird Thomas Ouwejan (Nr. 2) angeschossen, von ihm springt der Ball an Kevin Broll vorbei ins Dynamo-Tor.  © Picture Point / Sven Sonntag

Ein bitteres Ding nach einem couragierten Auftritt. Erst einmal vornweg: Zum Anpfiff waren alle 4306 Dynamo-Fans im Stadion. Die massiven Polizeikontrollen, einige Busse wurden fast vier Stunden durchsucht, hatten zumindest darauf keinen Einfluss.

Und: Im Stadion blieb es friedlich! Geburtstagskind Alexander Schmidt, er wurde 53, setzte auf ein 3-4-3. Das passte. Dynamo war sofort drin, setzte seine Nadelstiche und hatte gleich Pech. Christoph Daferner (2.) setzte sich im Strafraum gegen Thomas Ouwejan durch, blieb an dessen Knie hängen.

Schiri Sven Jablonski, der allgemein sehr großzügig pfiff, ließ weiterspielen.

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Bis zur 20. Minute konnte Dresden die Knappen vom eigenen Strafraum fernhalten, presste früh, ging ordentlich in die Zweikämpfe. Angst vor der gigantisch lauten Kulisse zeigte keiner.

Aber dann kam jene 20. Minute. Nach einer abgewehrten Flanke zog Rodrigo Zalazar aus 17 Metern ab - Pfosten. Doch der Ball blieb heiß.

Bülter und Kaminski treffen per Kopf für Schalke 04 gegen Dynamo Dresden

Was für ein Anblick! Der Dynamo-Fanblock auf Schalke.
Was für ein Anblick! Der Dynamo-Fanblock auf Schalke.  © Picture Point / Sven Sonntag

Eine Hereingabe von Reinhold Ranftl konnte Kevin Broll nicht festhalten. Beim Klärungsversuch von Robin Becker hielt Ouwejan die Hacke rein, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Netz - 1:0 Schalke. Slapstick!

Unglücklich, aber diese kleinen Fehler darfst du dir auf dem Niveau nicht erlauben. Trotzdem war es bis zur Pause ein sehr ordentlicher Auftritt der Schwarz-Gelben.

Aber für sehr ordentlich gibt es keine Punkte, wenn man hinten liegt. Etwas mehr Konsequenz in den Angriffen musste her. Schmidt wechselte, der bereits mit Gelb verwarnte Chris Löwe und Heinz Mörschel blieben in der Kabine, Julius Kade und Pascal Sohm kamen.

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Dresden übernahm jetzt völlig das Kommando, drückte Schalke in die eigene Hälfte, holte eine Ecke nach der anderen heraus. Eine wurde richtig gefährlich. Nach einer Flanke von Morris Schröter köpfte Sohm (62.) und zwang Martin Fraisl zu einer Glanztat.

Wenig später (69.) war er auch gegen Daferners Schuss aus spitzem Winkel auf dem Posten. Was Dynamo jetzt hier machte, war einfach nur klasse. So hat selten eine Truppe auf Schalke gespielt. Nur das wichtigste aller Details fehlte: Das Tor. Das machte Schalke und kam wie Kai aus der Kiste: Nach einer Ecke köpfte Marius Bülter (78.) ein. Zum Schluss traf auch noch Marcin Kaminski mit dem Abpfiff per Kopf. Drei Chancen, drei Tore - das ist halt dann auch ein Qualitätsunterschied.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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