Daferner ist Dynamos Mann für die wichtigen Tore und Vorlagen: "Ein richtig geiles Gefühl!"

Dresden - Drei Tore und zwei Vorlagen: Christoph Daferner war bisher an mehr als einem Drittel aller Dynamo-Tore beteiligt. Seine Torbeteiligungen sind von großem Wert.

Jaaaa! Christoph Daferner (22) ballt nach seinem Tor die Fäuste und schreit seinen Jubel heraus.
Jaaaa! Christoph Daferner (22) ballt nach seinem Tor die Fäuste und schreit seinen Jubel heraus.  © picture point/Sven Sonntag

Gegen Mannheim markierte er das 1:1, in Saarbrücken und jetzt in Rostock traf er zum 1:0. In Lübeck bereitete der 22-Jährige den Siegtreffer von Philipp Hosiner vor, daheim gegen Meppen legte er Ransford Königsdörffer das 2:0 auf.

Sein Transfer im Sommer vom SC Freiburg hat sich schon jetzt absolut gelohnt. Sicher kam ihm sein Lehrjahr in Aue zugute. Aber wer ihn aus seiner Zeit bei den Veilchen kennt, der sieht:

Daferner hat nochmals einen großen Sprung gemacht. Er wirkt in Dresden selbstbewusster, agiler und vor allem torgefährlicher. Was ihn neben seinem Drang zum Tor auszeichnet, ist sein Zweikampfverhalten und seine läuferische Klasse. Der Junge rennt, bis nichts mehr geht. Er schafft so Räume für seine Mitspieler, die diese immer besser zu nutzen wissen.

Er passt ins Team, das war in Rostock zu sehen. Nicht nur wegen seines Treffers. "Der Großteil geht auf Patrick Weihrauch. Er ist wach bei dem Rückspiel des Hansa-Verteidigers. Er kommt an den Ball, ich wusste, ich muss auf den kurzen Pfosten laufen und vor den Ball kommen", erklärt Daferner das 1:0. Er war die Fußspitze eher am Leder als Gegenspieler Julian Riedel.

Daferner hatte trotz Dynamo-Sieg noch einige Kritikpunkte

Christoph Daferner machte nach seinem Treffer eine halbe Bauchlandung, war aber vor Gegenspieler Julian Riedel (l.) am Ball.
Christoph Daferner machte nach seinem Treffer eine halbe Bauchlandung, war aber vor Gegenspieler Julian Riedel (l.) am Ball.  © picture point/Sven Sonntag

Daferner drehte die Partie in die richtige Richtung: "Es ist einfach ein richtig geiles Gefühl, muss ich sagen. Wir wussten, was das Spiel für eine Bedeutung hat und dementsprechend motiviert sind wir ins Spiel gegangen. Natürlich hatten wir auch das Glück auf unserer Seite, waren sehr effizient vorm Tor. Aber ich fand's geil, mit welcher Spannung wir gespielt haben und mit welcher Aggressivität. Wir haben den Derby-Charakter angenommen. Das hat Bock gemacht", schwärmt der Stürmer.

Wie aufgeräumt der Junge ist, zeigt ebenfalls sein Statement. Statt abzuheben und sich feiern zu lassen, hatte er nach der Partie auch einige Kritikpunkte.

Die betrafen vor allem die zweite Hälfte. "Wir haben fast nur noch lange Bälle gespielt. Da müssen wir dann schon noch schauen im Training, wie wir besser kombinieren, besser hintenraus spielen und halt nicht nur einen langen Ball schlagen. Da müssen wir weiter Fußball spielen."

Daferner will sich also noch weiter entwickeln im schwarz-gelben Trikot. Den Fans wird es recht sein - vor allem, wenn er weiter knipst und auflegt.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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