Das hat Sportchef Ralf Becker mit seinen Dynamos bis 2025 vor

Dresden - Bei Egon Olsen gingen die Pläne nie auf. Sie endeten stets im Fiasko. Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Becker (51) hat auch welche.

Er fiel ihm nicht in den Rücken, er stärkte ihn: Dynamos Sportchef Ralf Becker (r.) hielt trotz der Flaute im Oktober und November an Trainer Alexander Schmidt fest.
Er fiel ihm nicht in den Rücken, er stärkte ihn: Dynamos Sportchef Ralf Becker (r.) hielt trotz der Flaute im Oktober und November an Trainer Alexander Schmidt fest.  © picture point/Sven Sonntag

Er will sie aber mit der SGD verwirklichen. Kurzfristig ist das am Sonntag der Sachsenderbysieg beim FC Erzgebirge Aue, später der Klassenerhalt. In den nächsten Jahren soll es Schritt für Schritt etwas höher gehen.

Becker saß am Montagabend im Zweitliga-Doppelpass bei Sport1 und plauderte darüber, was er bis zu seinem Vertragsende 2025 vorhat.

Dort wurde er mit einem Zitat von seinem Geschäftsführer-Kollegen Jürgen Wehlend (56) konfrontiert, als dieser vor knapp einem Jahr seinen Dienst bei Dynamo antrat: "Langfristig ist so, wir haben einen Traum. Und dieser Traum lautet, irgendwann einmal wieder Bundesliga zu spielen und durch Europa zu fahren."

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Becker antwortete mit einem Lächeln. "Wir arbeiten sehr gut zusammen, haben beide ehrgeizige Ziele. Von Europa sind wir meilenweit entfernt, von der Bundesliga auch. Aber trotzdem ist es ja wichtig, wenn du kommst, so eine Vision darzustellen", erklärte der 51-Jährige.

Dynamo Dresdens Ralf Becker lässt sich gerne an seinen Zielen messen

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker (51) am Sonntag gegen Karlsruhe allein auf der Tribüne. Nach dem Sieg kann er besser gelaunt in die Zukunft schauen.
Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker (51) am Sonntag gegen Karlsruhe allein auf der Tribüne. Nach dem Sieg kann er besser gelaunt in die Zukunft schauen.  © Lutz Hentschel

Für ihn steht im Vordergrund, sich erst einmal fest zu etablieren, den ständig hoch und runter fahrenden Fahrstuhl zwischen der 3. und 2. Liga in der richtigen Etage zum Stehen zu bringen und das ist im Unterhaus der Bundesliga.

"Ich orientiere mich gern an Zielen und lasse mich auch gern daran messen. Das Ziel ist dieses Jahr Platz 15, dann wollen wir 12. werden, dann Neunter, dann Sechster. Es wird nicht so kommen. Aber es soll einmal dargestellt werden, wo der Weg von Dynamo in den nächsten Jahren hingehen soll", so Becker.

Er führte weiter aus: "Wenn ich 2025 immer noch da bin und das klappt alles, ist es doch klar, dass man sich höhere Ziele stellen kann. Das finde ich wichtig. Momentan sind wir noch weit davon entfernt."

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Die erste Strecke des Weges will er mit Trainer Alexander Schmidt (53) gehen. Dass er nach der Durststrecke im Oktober und November an ihm festgehalten hat, entpuppt sich für den Moment als richtige Entscheidung.

Obwohl Becker auch sagte: "Garantien im Fußball gibt es nicht." Schmidt muss also weiterliefen. Am besten schon in Aue.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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