Das war's! Minges Tränen-Aus bei Dynamo

Dresden - Am heutigen Dienstag beginnt eine neue Ära bei der SG Dynamo Dresden, eine ohne Ralf Minge.

Ralf Minge verneigt sich vor den Fans, die ihr Idol zum Abschied noch einmal huldigten.
Ralf Minge verneigt sich vor den Fans, die ihr Idol zum Abschied noch einmal huldigten.  © Lutz Hentschel

Seine Zeit ist (vorerst) vorbei. Seine Verabschiedung am Sonntag drückte auf die Tränendrüsen - nicht nur bei ihm selbst. Viele hatten nach dem letzten Saisonspiel gegen Osnabrück zu kämpfen, als sich der 59-Jährige vor dem Stadion den Tausenden Fans zeigte.

"Ich hänge nicht an dem Posten, ich hänge am Verein", hatte Minge im Januar im Wintercamp im spanischen Mijas gesagt. Dass diese Worte keine hohle Phrasen sind, war am Sonntag zu sehen. Er verbeugte sich vor den Fans, wischte sich immer wieder die Tränen aus den Augen. 

Minge war angetan, aber er sah auch völlig fertig aus. Mitgenommen von all dem, was um seine Person in den letzten Wochen passierte war und tief bewegt von dem, was vor ihm abging.

Auch Trainer Markus Kauczinski, der von Minge verpflichtet wurde, war mit auf dem "Balkon" des Stadions. Was gibt er dem Sportchef a.D. mit auf dem Weg? "Das brauche ich nicht. Ralf ist erfahren genug. Das war ein sehr emotionaler Moment. das hat man ihm angesehen vor den Fans. Die Verabschiedung von der Mannschaft, ein Zeichen nochmal zum Warmmachen. Ich glaube, dass man so etwas unkommentiert stehen lässt. Wir werden im Nachgang nochmal Gelegenheit haben, aber ich glaube, dass man das still genießt oder den Moment mitnimmt", so Kauczinski.

Einige Jeansjacken werden versteigert

Ralf Minge war von der Verabschiedung durch die vielen Dynamo-Fans tief bewegt, musste sich immer wieder die Tränen aus den Augen wischen.
Ralf Minge war von der Verabschiedung durch die vielen Dynamo-Fans tief bewegt, musste sich immer wieder die Tränen aus den Augen wischen.  © DPA/Robert Michael

Das vom Trainer angesprochene Zeichen der Mannschaft waren die Jeansjacken, das Markenzeichen von Ralf Minge. "Eine Idee von Patrick Wiegers", erklärt Marco Hartmann. 

"Als feststand, dass Ralf geht, war uns klar, dass wir etwas machen wollen. Ein T-Shirt ist so der Klassiker, das war uns zu wenig. ,Wiege' kam dann auf die geniale Idee."

Für Hartmann, seit 2013 im Verein, war es einfach eine Herzensangelegenheit, Minge auf diese Art und Weise zu danken: "Wir mussten das nur noch in die Situation reinbringen. Es ist nicht schön, wenn du absteigst. Aber, es ist einfach so, für einen Menschen, der so viel für den Verein geleistet hat, gehört es sich, vernünftig danke zu sagen. Das war authentisch, ehrlich. Genau das sollte die Aktion bringen. Ich glaube, das kam bei Ralf an".

Marco Hartmann präsentiert die Jeansjacken, die er und seine Dynamo-Kollegen als Dankeschön an Ralf Minge trugen.
Marco Hartmann präsentiert die Jeansjacken, die er und seine Dynamo-Kollegen als Dankeschön an Ralf Minge trugen.  © Lutz Hentschel

Und nicht nur bei ihm. Schon während der Partie gab es unendlich viele Nachfragen, ob es diese Jacke irgendwann zu kaufen gibt. Nein, gibt es nicht. Einige Exemplare werden für einen guten Zweck versteigert. Sicher auch im Interesse von Ralf Minge.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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