Der Aufstiegsheld macht Schluss: Ex-Dynamo-Kapitän Michael Hefele beendet Karriere

Dresden - Das war's: Michael Hefele hat bekannt gegeben, dass er im Alter von 30 Jahren seine aktive Fußballer-Karriere beendet. Der ehemalige Kapitän von Dynamo Dresden kann aus "medizinischen Gründen" nicht mehr weiterkicken.

Die Meisterfeier der Saison 2015/16: Michael Hefele (damals 25, M.) hielt als Dynamo-Kapitän den Meisterpokal der 3. Liga in den Händen, die SGD hatte den Aufstieg geschafft! (Archivbild)
Die Meisterfeier der Saison 2015/16: Michael Hefele (damals 25, M.) hielt als Dynamo-Kapitän den Meisterpokal der 3. Liga in den Händen, die SGD hatte den Aufstieg geschafft! (Archivbild)  © Imago / Robert Michael

SGD-Fans werden sich beim Namen Hefele vor allem an die legendäre Aufstiegssaison 2015/2016 erinnern: Der damals 25 Jahre alte Innenverteidiger führte Dynamo nicht nur als Kapitän, sondern auch als absoluter Leistungsträger in die 2. Bundesliga, blieb verletzungsfrei und fehlte in dieser Spielzeit deshalb nicht eine einzige Sekunde lang auf dem Feld.

Doch nun gibt es eine traurige Nachricht: Der im bayerischen Pfaffenhofen geborene Rechtsfuß hat via Instagram verkündet, dass er seine Fußballschuhe an den Nagel hängt.

"Leider muss ich aus medizinischen Gründen meiner aktiven Karriere 'Auf Wiedersehen' sagen", schreibt der 30-Jährige. "Ich habe diese Entscheidung vor einiger Zeit getroffen und nun ist es an der Zeit, sie mit Euch zu teilen."

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Es sei unheimlich schmerzhaft und er bräuchte wohl noch eine Weile, um akzeptieren zu können, dass es nun vorbei ist. "Ich habe alles, was ich hatte, auf dem Feld gelassen. Falls jemand mein Knie findet, schickt es mir bitte zu."

Anfang 2019 hatte Hefele sich einen Riss in der Achillessehne zugezogen, der ihn trotz Operation ein Jahr lang außer Gefecht setzte. Weil dann auch noch Beschwerden in seinem Knie dazukamen, hat er inzwischen seit zweieinhalb Jahren kein Spiel mehr bestreiten können.

Nach seiner Zeit bei Dynamo Dresden ging es für Michael Hefele nach England

Zur Saison 2014/2015 war der 1,92-Meter-Hüne ablösefrei von Greuther Fürth zu Dynamo gekommen. Zwei Spielzeiten lang zeigte er in Elbflorenz, was in ihm steckte. Dabei gelangen ihm in 76 Partien elf Tore und drei Assists.

Direkt nach der Rückkehr der Schwarz-Gelben in die 2. Liga verließ er die SGD allerdings und versuchte sein Glück in Großbritannien. Zunächst ging es im Sommer 2016 (erneut ablösefrei) von Dresden zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town. Unter Trainer David Wagner (49, ehemals Coach von Schalke 04) schaffte er mit den "Terriers" sogar den Aufstieg in die Premier League.

Nach 48 Partien, fünf erzielten Toren und einer Erstliga-Saison mit Huddersfield zog es Hefele im Sommer 2018 dann erneut in die zweite englische Liga zu Nottingham Forest (Ablöse: 330.000 Euro).

Dort stand er bis zu seiner Achillessehnenverletzung immerhin 18-mal auf dem Platz (kein Treffer). Obwohl er in den Monaten danach nicht mehr spielen konnte, blieb er bis zum 1. Juli 2021 bei Nottingham unter Vertrag. Zuletzt galt er offiziell als vereinslos.

Ganz wichtig: Selbst während seiner Zeit in England blieb er Dynamo Dresden stets verbunden. Deshalb lief er immer mit der Rückennummer 44 auf, die symbolisch für den vierten Buchstaben im Alphabet steht, also für "DD".

Dynamo Dresden "bleibt für immer im Herzen" von Michael Hefele

So dankt er in seinem Instagram-Post nicht nur seiner Familie und seinen Eltern ganz ausdrücklich, sondern auch der SGD.

"Ein besonderes Dankeschön und viel Liebe gehen an mein deutsches Herz: Dynamo Dresden. All die Liebe, Unterstützung und Zusammengehörigkeit bleiben für immer in meinem Herzen. Unsere Verbindung und unsere Erfolge sind etwas Besonderes und pure Liebe", schreibt der 30-Jährige.

Beinahe wäre er sogar noch ein zweites Mal nach Elbflorenz gewechselt: In der Abstiegssaison 2019/2020 hatte der damalige SGD-Sportchef Ralf Minge sich bereits mit ihm auf einen Wechsel geeinigt, doch Nottingham Forest wollte ihn nicht verkaufen.

Allerdings: Selbst wenn er damals zurückgekommen wäre, sportlich hätte er aufgrund seines Verletzungspechs wohl nicht viel ändern können. Nun ist es jedenfalls vorbei mit seiner Karriere.

Und nach einer Reise mit "super hohen Hochzeiten" und einigen "sehr, sehr tiefen Tiefpunkten" bedankt sich Michael Hefele zum Schluss beim Fußball selbst: "Ich kann dir nicht genug dafür danken, dass du mir die Chance gegeben hast, meine Träume zu verwirklichen. Du hast mir alles gegeben, wovon ich je geträumt habe, und noch mehr."

Titelfoto: Imago / Robert Michael

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