DFB hat Verständnis für Dynamo Dresden, aber: "Was wäre die Alternative?"

Dresden - DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius kann die Situation bei Clubs wie Dynamo Dresden, die durch die Corona-Krise zu Quarantäne gezwungen und in der Vorbereitung auf den Neustart beeinträchtigt waren, nachvollziehen.

Friedrich Curtius, DFB-Generalsekretär, hat Verständnis für Dynamos Lage, sieht aber keine Alternative.
Friedrich Curtius, DFB-Generalsekretär, hat Verständnis für Dynamos Lage, sieht aber keine Alternative.  © dpa/DFB/Thomas Böcker

"Ich habe Verständnis für die Situationen, die bei einigen Clubs entstanden sind – aber sie sind durch sportlichen Wettbewerb entstanden. Das ist ein Riesenunterschied. Unsere Aufgabe war es, dass sportlich über Auf- und Abstieg entschieden wird – das haben wir geschafft", sagte der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes am Freitag im Interview des Online-Portals "Sportbuzzer". 

"Was wäre die Alternative gewesen? Einen Saisonabbruch hätten vermutlich viele Vereine nicht überlebt."

Er könne aber versichern, dass auch mit prominenteren Vereinen genau so gehandelt worden wäre. 

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Dynamo Dresden hatte mit Klage gedroht, weil der Wettbewerb so nicht hätte starten dürfen. Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga konnten die Sachsen erst mit Verspätung mit einem Mammutprogramm wieder in den Spielbetrieb starten, nachdem das Team wegen positiver Corona-Tests zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen musste.

Chris Löwe wirft nach der 0:1 Niederlage gegen den Hamburger SV einen Stuhl weg.
Chris Löwe wirft nach der 0:1 Niederlage gegen den Hamburger SV einen Stuhl weg.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Die Deutsche Fußball Liga hatte bei den Bemühungen um den Wiederbeginn stets ein Saisonende am 30. Juni geplant. So musste Dynamo acht Spiele in 22 Tagen bestreiten. 

Dresden-Profi Chris Löwe hatte deshalb die DFL mit deftigen Worten kritisiert (TAG24 berichtete). 

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild, dpa/DFB/Thomas Böcker

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