Die Dynamo-Abwehr ist gefordert: Dieses Darmstädter Duo sorgt für Gefahr!

Dresden - 13 Tore nach sechs Spielen - nur Regensburg, vor dem Spieltag Spitzenreiter, hat zwei mehr geschossen. Zehn Treffer in den letzten beiden Heimspielen - 6:1 gegen Ingolstadt, 4:0 gegen Hannover! Der SV Darmstadt 98 ist eine echte Nuss, die es zu knacken gilt. Bei derart viel Offensivpower muss die Abwehr von Dynamo Dresden stehen.

Die Darmstädter Stürmer Philipp Tietz (24, l.) und Luca Pfeiffer (25) bilden das derzeit gefährlichste Angriffs-Duo der 2. Liga.
Die Darmstädter Stürmer Philipp Tietz (24, l.) und Luca Pfeiffer (25) bilden das derzeit gefährlichste Angriffs-Duo der 2. Liga.  © imago images/Jan Huebner

Individuelle Fehler wie gegen Paderborn daheim oder zuletzt in Heidenheim, als Dresden früh Gegentore hinnehmen musste, wären am Böllenfalltor genauso fatal. Ganz nach Ex-Bundestrainer Joachim Löw ist höchste Konzentration gefragt.

"Wir erwarten mit Darmstadt eine abgezockte Zweitliga-Truppe, die sehr spielstark ist. Die Fragen werden sein: Lassen wir zu, dass sie schön Fußball spielen können und uns sich zurechtlegen? Oder knallen wir dazwischen? Sind wir griffig? Sind wir aggressiv? Treten wir mutig auf?", so SGD-Trainer Alexander Schmidt (52).

"Aber ich weiß, wie die Mannschaft tickt. Daher werden sich die Fragen von selbst beantworten. Es gilt dagegenzuhalten, mutig aufzutreten und hoch konzentriert zu sein."

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Was so einfach klingt, wird Schwerstarbeit. Auch weil der SVD über zwei junge Stürmer verfügt, die ihre Klasse schon öfters unter Beweis stellten.

"Sie haben mit Philipp Tietz (24) und Luca Pfeiffer (25) zwei Büffel da vorn drin, zurzeit vielleicht das beste Sturmduo der Liga. Da wissen wir, was auf uns zukommt. Wir dürfen keinen eigenen Fehler machen, müssen die Bälle ganz klar spielen", fordert Schmidt von seinen Jungs.

Dynamo-Trainer Schmidt ist "guter Dinge" für das Spiel gegen Darmstadt

Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52, l.) könnte seine Defensive mit Paul Will (22) verstärken.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52, l.) könnte seine Defensive mit Paul Will (22) verstärken.  © Lutz Hentschel

Mal von der Treffsicherheit der beiden Lilien-Stürmer - Tietz hat bereits fünf Saisontore, Pfeiffer drei - abgesehen, sie sind beide auch pfeilschnell. Es gilt also, schon die Zuspiele auf die zwei zu verhindern - und das ist nicht die Aufgabe der Innenverteidigung.

Um bei den Lilien nicht einzuknicken, muss also alles stimmen. Zwar hatten die Schwarz-Gelben nach dem späten Knockout in Heidenheim "einen Tag mehr daran zu knabbern als sonst", wie Yannick Stark (30) sagt, aber mental ist laut dem Dynamo-Trainer kein Loch entstanden.

"Sie haben eher Wut im Bauch", erklärt der 52-Jährige: "Die Jungs haben diese Woche im Training mit viel Eifer, Aggressivität und Motivation agiert. Deshalb bin ich guter Dinge und vollkommen davon überzeugt, dass wir am Sonntag ein gutes Spiel abliefern werden."

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Und so hofft der Coach, dass am heutigen Sonntag die Trendwende nach den beiden Pleiten zuletzt erfolgt - mit einer stabilen Defensive!

Titelfoto: Bildmontage: imago images/Jan Huebner und Lutz Hentschel

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