Diese Dynamo-Defensive muss im Abstiegskampf das Faustpfand sein!

Dresden - Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde haben nur sieben Teams weniger Gegentore kassiert als Dynamo Dresden (22).

Manchmal muss es auch "Langholz" sein: Dynamos Abwehrchef Michael Sollbauer (31) schlägt den Ball aus der Gefahrenzone.
Manchmal muss es auch "Langholz" sein: Dynamos Abwehrchef Michael Sollbauer (31) schlägt den Ball aus der Gefahrenzone.  © dpa/Sebastian Kahnert

In der unteren Tabellenhälfte steht die SGD zusammen mit Hannover 96 am besten da. Die Defensive muss im Abstiegskampf auch das Faustpfand sein. Beim 3:1 gegen den Karlsruher SC stand sie bis auf zwei Ausnahmen sehr gut.

Im Grund ist die Abwehr seit dem sechsten Spieltag das Gesprächsthema. Nach dem Ausfall von Tim Knipping (29, Kreuzbandriss) war nur noch Michael Sollbauer (31) gesetzt. An seiner Seite standen verletzungs- und krankheitsbedingt insgesamt sechs verschiedene Spieler, das machte es nicht einfacher.

Gegen den KSC stand dort Michael Akoto (24). Und die beiden Michaels machten das bis auf zwei Ausnahmen super. Das veranlasste Coach Alexander Schmidt (53) auch, das Duo zu loben.

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Nach 17 Minuten tauchte Fabian Schleusener (30) frei vor Kevin Broll (26) auf und scheiterte an ihm. Kurz nach der 1:0-Führung stand eben jener Schleusener da und markierte den Ausgleich. Mehr war dann aber nicht.

"Ein Kompliment muss man wirklich der Verteidigung machen, die sehr gut zusammengearbeitet, die Tiefe gut verteidigt hat. Michael Sollbauer hat hinten gut gecoacht und war immer wieder präsent", so Schmidt: "Michael Akoto hat die Deckung von Philipp Hofmann gut hinbekommen. Das war Schwerstarbeit."

Dynamo Dresdens Abwehr muss auch im Sachsenderby beim FC Erzgebirge Aue sicher stehen

Michael Sollbauer (31, l.) und Michael Akoto (24, r.) kümmern sich gemeinsam um KSC-Torjäger Philipp Hofmann (28).
Michael Sollbauer (31, l.) und Michael Akoto (24, r.) kümmern sich gemeinsam um KSC-Torjäger Philipp Hofmann (28).  © Lutz Hentschel

Wichtig war zudem, dass es auf der rechten Seite gelang, die Flankenläufe von Philip Heise (30) zu unterbinden.

Dann hatten sich Robin Becker (24) und Morris Schröter (26) gefunden oder auch anders: Heise bekam nicht mehr so oft die Gelegenheit dazu, weil Schröter ordentlich Betrieb nach vorn machte.

Chris Löwe (32) war auf der linken Seite von Beginn an präsent. Da passierte schon in Durchgang eins nichts.

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Als er nach dem 3:1 rausmusste (Schmidt: "Nix Gravierendes, aber es ging für den Moment nicht weiter"), knüpfte Guram Giorbelidze (25) nahtlos daran an. Die Abwehr war an diesem Tag der Garant.

Das muss auch am Sonntag beim FC Erzgebirge Aue so sein. Obwohl der FCE in acht Heimspielen erst sieben Tore geschossen hat, die Defensive muss wieder passen, um mit einem Derbysieg nach Dresden zurückzukehren.

Auch die Veilchen können gefährlich werden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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