"Dixie" Dörner ist tot: Rückblick auf die Karriere des Dynamo-Idols

Dresden - Die SGD trauert um eine verstorbene Vereinslegende. Hans-Jürgen Dörner ist tot. Der Ex-Fußballer wurde am 25. Januar 1951 in Görlitz geboren. Im Sommer 1967 kam er als 16-Jähriger zu Dynamo Dresden, delegiert.

Was Hans-Jürgen "Dixie" Dörner (†70) für den Fußball geleistet hat, wird in guter Erinnerung bleiben.
Was Hans-Jürgen "Dixie" Dörner (†70) für den Fußball geleistet hat, wird in guter Erinnerung bleiben.  © dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Da die SGD 1968 aus der Oberliga abgestiegen war, verzögerte sich Dörners Einstand als Erstligaspieler um ein Jahr. Sein Debüt in der DDR-Liga gab er am 8. September 1968 beim 4:0-Heimsieg gegen Kali Werra Tiefenort.

Beim Oberligastart der Saison 1969/70 war er sofort mit von der Partie und wurde dank seiner Treffsicherheit im Vorjahr zunächst als Mittelstürmer aufgeboten.

Bis zum Ende der Saison 1985/1986 bestritt er 392 Oberligaspiele. Mit Dynamo wurde Dörner 1973, 1976, 1977 und 1978 DDR-Meister, den FDGB-Pokal gewann er 1977, 1984 und 1985. International absolvierte er 68 Spiele für Dresden im Europapokal.

Dynamo-Routinier Chris Löwe nimmt Pfiffe der Lautern-Fans mit Humor!
Dynamo Dresden Dynamo-Routinier Chris Löwe nimmt Pfiffe der Lautern-Fans mit Humor!

Am 22. Juni 1969 bestritt er gegen Chile sein erstes Länderspiel, am Ende wurden es 100. Seinen größten Erfolg als Auswahlspieler feierte Dörner beim Olympiasieg 1976 in Kanada.

Nach seiner aktiven Laufbahn war er von 1986 bis 1992 Jugendtrainer bei Dynamo, dann ging er zum DFB. Im Januar Jahres 1996 wechselte Dörner zu Bundesligist SV Werder Bremen, dort blieb er bis August 1997. Seine nächste Station war der FSV Zwickau, damals Zweitliga-Absteiger. Bei den Schwänen blieb er eine Saison.

Nach einem einjährigen Intermezzo beim ägyptischen Traditionsklub al Ahly SC Kairo (2000/01) wurde Dörner im Juli 2001 Cheftrainer des VfB Leipzig (Oberliga). Seit September 2013 war Dörner Mitglied im Aufsichtsrat der SG Dynamo.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: