Abwärtsstrudel bei Dynamo? Alexander Schmidt: "Keine Panik und positiv bleiben!"

Dresden - Keiner hatte gedacht, dass Dynamo Dresden als Aufsteiger durch die Saison marschieren wird. Trainer Alexander Schmidt (52) wies auch nach dem starken Saisonstart darauf hin, dass andere Zeiten kommen werden.

Christoph Daferner (23) liegt am Boden. Hinfallen darf man, die Kunst ist es, wieder aufzustehen. Das muss Dynamo schaffen.
Christoph Daferner (23) liegt am Boden. Hinfallen darf man, die Kunst ist es, wieder aufzustehen. Das muss Dynamo schaffen.  © Lutz Hentschel

Die sind jetzt seit sechs Wochen da. Dresden liefert - mit der Ausnahme des 3:0 gegen den SV Werder Bremen - nicht mehr. Die Worte Abwärtsstrudel oder gar Krise will er nicht in den Mund nehmen. Im Gegenteil.

"Keine Panik, ruhig, hart weiterarbeiten und positiv bleiben!" Das ist sein Credo, das er seinen Jungs auch vorlebt. Aber ein Blick 24 Monate zurück zeigt, dass es so einfach nicht ist.

Auch da steckte Dynamo in einem Abwärtstrend, holte zwischen dem 8. und 18. Spieltag nur noch vier Punkte. Angefangen beim 1:4 beim FC Erzgebirge Aue, aufgehört beim 0:2 beim 1. FC Nürnberg.

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Der Unterschied zu jetzt: Damals war der Start genauso mau wie das, was später kam. Aber: Auch 2019 wurde immer wieder betont, man bleibe positiv.

Das war eine irgendwie Das-wird-schon-werden-Mentalität. Das Ende vom Lied ist bekannt. Die Mannschaft geriet in einen Strudel, aus dem es kein Entrinnen mehr gab.

Jetzt soll und muss es anders werden. Schmidt will von Krise nichts wissen, auch weil die Voraussetzungen andere sind. Vor zwei Jahren ahnte keiner, dass Dynamo gegen den Abstieg spielen wird. Nun geht es im ersten Jahr nur darum, ihn in dieser knüppelharten Liga zu vermeiden.

Negativtrend nagt an Dynamo Dresdens Trainer Alexander Schmidt

"Was ist los mit euch?", scheint Dynamo-Coach Alexander Schmidt (52) hier zu sagen. Trotz des negativen Trends blickt er optimistisch in die Zukunft.
"Was ist los mit euch?", scheint Dynamo-Coach Alexander Schmidt (52) hier zu sagen. Trotz des negativen Trends blickt er optimistisch in die Zukunft.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Wir haben gewusst, dass diese Liga sehr hart, sehr eng wird", so Schmidt, der am Sonnabend auf Schalke seinen 53. Geburtstag feiern wird.

"Wir dürfen uns nicht Gedanken machen: Wie war die Bilanz der vergangenen Spiele? Die Punkte auf unserem Konto hat uns niemand geschenkt. Die haben wir auch gegen schwere Gegner geholt."

Dass dieser negative Trend, und das ist er nun einmal, an ihm nagt, das sieht man. Dass er nach Lösungen nach den immer noch nicht kompensierten verletzungsbedingten Ausfällen von Tim Knipping (28), Panagiotis Vlachodimos (30) und Brandon Borrello (26) sucht, das auch.

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"Natürlich machen wir uns Gedanken, wie wir uns verbessern können. Wir arbeiten sehr fleißig, sind sehr laufintensiv", sagt er.

Vielleicht hilft die Partie auf Schalke. Ein Bonusspiel, auf das sich alle freuen. Mit drei Punkten rechnet kaum einer. Das kann eine Chance sein, befreit aufzuspielen.

Die Partien, in denen Dresden punkten sollte, kommen danach mit dem SV Sandhausen und bei Holstein Kiel.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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