Dynamo bezwingt Jena deutlich, doch der Kantersieg war Nebensache

Dresden - Dynamo-Trainer Markus Kauczinski hat die Länderspielpause genutzt, um seinem Anschlusskader Spielpraxis zu verschaffen. Das 5:0 (4:0) am Nachmittag im eigenen Trainingszentrum gegen Regionalligist FC Carl Zeiss Jena war aber Nebensache.

Chris Löwe (links) hat gut lachen. Trainer Marcus Kauczinski ließ ihn mal wieder von Beginn an ran.
Chris Löwe (links) hat gut lachen. Trainer Marcus Kauczinski ließ ihn mal wieder von Beginn an ran.  © Lutz Hentschel

Das Wichtigste: Chris Löwe lief erstmals seit seiner schweren Knieverletzung am 20. Oktober des Vorjahres wieder auf.

Sein Comeback war der Lichtblick!

Auch Yannick Stark stand nach seiner Schulterverletzung im Februar zum ersten Mal von Beginn an in der Elf. Niklas Kreuzer durfte ebenso kicken wie Marvin Stefaniak, Justin Löwe oder auch Agyemang Diawusie.

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Dynamo Dresden Im Duell mit Petar Sliskovic: Ex-Dynamo Niklas Kreuzer verletzt sich offenbar schwerer!

Gerade er, der seit Monaten weg ist vom Fenster, machte sehr auf sich aufmerksam. Am 1:0 (11.) von Stefaniak, einem Schuss aus 17 Metern, war er noch unbeteiligt. Aber dann: Er bereitete das 2:0 (15.) von Luka Stor mit einer tollen Einzelaktion vor, traf dann selbst zum 3:0 (26.) und 4:0 (33.).

Gerade sein zweiter Treffer war sehenswert. Er setzte sich energisch gegen mehrere Thüringer durch. Jena war anzumerken, dass die Spielpraxis komplett fehlt.

Die Saison in der Regionalliga wurde am Mittwoch abgebrochen, das letzte Punktspiel war das 2:5 bei Altglienicke am 1. November.

Fußball gespielt wurde natürlich auch. Dynamos Agyemang Diawusie (links) im Duell mit dem Jenaer Lucas Stauffer. Im Hintergrund Aushilfs-Linienrichter David Yelldell.
Fußball gespielt wurde natürlich auch. Dynamos Agyemang Diawusie (links) im Duell mit dem Jenaer Lucas Stauffer. Im Hintergrund Aushilfs-Linienrichter David Yelldell.  © Lutz Hentschel

Chris Löwe durfte bei Dynamo gegen Jena 55 Minuten ran

Dynamo-Torwarttrainer David Yelldell (links) war als Linienrichter im Einsatz.
Dynamo-Torwarttrainer David Yelldell (links) war als Linienrichter im Einsatz.  © Lutz Hentschel

Erst in der Vorwoche beim 5:2 im Test gegen die "U23" von Hertha spielten die Thüringer erstmals wieder.

Sie waren dennoch ein sehr guter Gegner, der nach zwei Ecken durch Matti Langer (31.) und Marius Grösch (41.) jeweils per Kopf den Pfosten traf. In der zweiten Hälfte durfte auch Panagiotis Vlachodimos ran, er kam für Kreuzer. Chris Löwe beendete seinen ersten Auftritt nach knapp fünf Monaten nach 55 soliden Minuten.

Für den 31-Jährigen war wichtig zu sehen, wie er sich in den Zweikämpfen verhält. Das war für den Anfang gut. Für Löwe kam Jonas Kühn - der eine Plauener für den anderen Plauener.

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Dynamo Dresden Dynamo-Noten gegen den HSV: Kevin Broll mit sensationellen Paraden!

Das Tempo war in der zweite Hälfte etwas raus, Jena spielte besser mit. Trotzdem hätte Dynamo weiter erhöhen können. Diawusie wurde im Strafraum gefoult, doch Vlachodimos (68.) scheiterte mit seinem Elfer an Lukas Sedlak.

Wenig später klappte es doch noch, "Pana" traf frei vorm Tor zum 5:0 (77.). Notiz am Rande: Dynamos Torwarttrainer David Yelldell agierte als Linienrichter. Der eigentliche konnte aufgrund eines positiven Coronatests nicht anreisen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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