Dynamo: Chris Löwe betritt in der 3. Liga Neuland und verpasst den Start

Dresden - Fest stehen bei Chris Löwe jetzt drei Dinge: Er macht weiter, spielt auch für Dynamo in der 3. Liga. Diese ist für den 31-Jährigen absolutes Neuland und er wird definitiv nicht in allen 38 Punktspielen für die Schwarz-Gelben auflaufen. Am 1. Spieltag brummt er noch seine Rote Karte aus dem Sandhausen-Spiel ab.

In Sandhausen sah Chris Löwe die Rote Karte, bekam zwei Spiele Sperre. Das heißt: Er muss zum Punktspielstart am 18. September noch zuschauen.
In Sandhausen sah Chris Löwe die Rote Karte, bekam zwei Spiele Sperre. Das heißt: Er muss zum Punktspielstart am 18. September noch zuschauen.  © DPA / Uwe Anspach

Mit ihm ist ein großer Baustein für den Neustart in Deutschlands dritthöchster Spielklasse gesetzt. Nach dem 1:0 beim SVS, der gleichzeitig den schmerzhaften Abstieg besiegelte, überlegte der Defensivspezialist, seine Töppen an den berühmten Nagel zu hängen. 

"Ich hatte ernsthafte Gedanken aufzuhören. Das war nicht einfach so daher gesagt. Ich musste das Erlebte für mich selbst erst einmal einordnen, verarbeiten und mir darüber klar werden, ob ich die Kraft und Motivation habe, weiterzumachen", sagte der 31-Jährige in einem Interview auf der Dynamo-Homepage.

Verständlich, denn für ihn persönlich war es der zweite Abstieg binnen 14 Monaten. Erst ging es für ihn mit Huddersfield Town von der Premier League in die Championship, nun mit Dresden von Liga zwei in drei. 

Das ging ihm an die mentale Substanz, zumal seine Leistungen lange Zeit nicht so waren, wie er sich das selbst gewünscht hat. 

Erst nach dem Re-Start schwang sich Löwe zum absoluten Leistungsträger und Wortführer auf. 

Er macht weiter! Chris Löwe will mit Dynamo in der 3. Liga möglichst oben mitspielen.
Er macht weiter! Chris Löwe will mit Dynamo in der 3. Liga möglichst oben mitspielen.  © Lutz Hentschel

Chris Löwe ließ seinem Frust im Interview nach dem Sandhausen-Spiel freien Lauf

Er macht weiter! Chris Löwe will mit Dynamo in der 3. Liga möglichst oben mitspielen.
Er macht weiter! Chris Löwe will mit Dynamo in der 3. Liga möglichst oben mitspielen.  © Lutz Hentschel

Unvergessen sein Interview nach dem 0:2 in Kiel, als alle Emotionen ihren Weg nach draußen fanden. 

Doch drei Wochen nach dem Sandhausen-Spiel hat er seine Überlegungen abgeschlossen: "Am Ende bin ich gemeinsam mit meiner Familie zu dem Schluss gekommen, dass ich weitermache und auch in der kommenden Spielzeit für Dynamo auflaufen werde. Ich habe gemerkt, dass nach dieser unfreiwilligen Corona-Pause vieles von dem, was mich über Jahre hinweg ausgezeichnet hatte, wieder zu 100 Prozent da war. Das Feuer, das mich über meine gesamte Laufbahn begleitet hat, ist wieder voll entfacht", begründet er seinen Entschluss.

Nun also 3. Liga, eine Spielklasse, die er noch nicht kennt. 

Mit Chemnitz spielte er Regionalliga, mit Dortmund Bundesliga, mit Kaiserslautern und Dresden 2. Liga, mit Huddersfield in der Championship und der Premier League. 

"Wir müssen Woche für Woche physisch, mental und spielerisch klar auftreten. Das haben wir in der letzten Saison vor allem in der Hinrunde nicht geschafft. Es geht darum, dass jeder alles reinhaut", weiß Chris Löwe, was auf ihn zukommt.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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