Dynamo-Coach Alexander Schmidt: "Ein 5:0-Sieg gegen Aue interessiert keinen Menschen mehr"

Dresden - 14. September 2020: Mit einem 4:1 in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den Hamburger SV legte Dynamo Dresden den Grundstein für eine tolle Saison, an deren Ende der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga stand.

So wollen Robin Becker (24) und Co. wieder jubeln. Hier ist der Verteidiger nach seinem Tor zum 2:0 im DFB-Pokal gegen den HSV vor 16 Monaten zu sehen.
So wollen Robin Becker (24) und Co. wieder jubeln. Hier ist der Verteidiger nach seinem Tor zum 2:0 im DFB-Pokal gegen den HSV vor 16 Monaten zu sehen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Exakt 16 Monate später kommt der HSV erneut zu einem Flutlichtspiel nach Elbflorenz - diesmal geht es um Punkte. Jeder Schwarz-Gelbe würde ein ähnliches Ergebnis sofort unterschreiben.

Sieben Siege hat die SGD geholt - wie auch die Rothosen. Demgegenüber stehen zehn Niederlagen - wie der Vorletzte FC Erzgebirge Aue.

Das einzige Remis gab es beim 1:1 im Hinspiel im Hamburger Volkspark. Das klingt nach einem gewissen Hopp-oder-Top-Stil der Dynamos. "Ich glaube nicht, dass wir einen Hopp-oder-Top-Stil haben", sagt Trainer Alexander Schmidt (53).

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"Wenn man die Partien betrachtet, war es nie so, dass wir Spiele verloren haben, weil wir bei einem neutralen Spielstand alles auf eine Karte gesetzt, die Restverteidigung vernachlässigt haben. Klar, mir wären statt der zehn Niederlagen fünf Remis lieber gewesen. Aber die sieben Siege waren sehr wichtig", so der 53-Jährige.

"Für die Psyche ist es vielleicht besser, wenn du mal einen Punkt holst und du so gefühlt sagen kannst: 'Ja, sehr gut.' Aber ein Sieg ist elementar, was die Tabelle, was das Punktepolster betrifft."

Das 5:0 im Test gegen Aue interessiert die Mannen um Dynamo-Kapitän Yannick Stark (2.v.l.) nicht mehr. Nun zählt es gegen den HSV.
Das 5:0 im Test gegen Aue interessiert die Mannen um Dynamo-Kapitän Yannick Stark (2.v.l.) nicht mehr. Nun zählt es gegen den HSV.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dynamo Dresden muss gegen den HSV auf Sebastian Mai und Luca Herrmann verzichten

Dynamo-Coach Alexander Schmidt (53).
Dynamo-Coach Alexander Schmidt (53).  © Lutz Hentschel

Und dieses Polster soll dicker werden. Die SGD will mit einem Sieg ins Jahr 2022 starten. Die Schwarz-Gelben denken nicht an Remis oder Niederlage.

Es soll die volle Ausbeute werden. "Wir sind richtig heiß auf das Spiel, wir freuen uns", so Schmidt: "Man weiß aber auch: Wenn der Schiri anpfeift, ist es eine andere Welt. Da zählt kein Training mehr. Ein 5:0-Sieg gegen Aue im Test interessiert keinen Menschen mehr. Wir müssen es einfach auf dem Platz bringen. Das ist auch eine Qualität einer Mannschaft, dass sie ihr Können zum richtigen Zeitpunkt abruft und da werden wir jedes Prozent brauchen."

Da er sich nicht in die Karten schauen lassen möchte, verrät der Coach nicht, mit welchem Personal und welcher Taktik er antreten wird.

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Klar sind nur die Ausfälle: Neben den Langzeitverletzten fehlen vom Stammpersonal her lediglich Sebastian Mai (28, Angina) und Luca Herrmann (22, Knie).

Sie feuern ihr Team von der Tribüne aus an und hoffen auf einen Abend wie damals im Pokal an einem 14. unter Flutlicht...

Titelfoto: Lutz Hentschel

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