Dynamo-Coach Kauczinski vor 1860-Spiel: "Ich gebe alles dafür, dass wir besser werden!"

Dresden - Es ist schon absolut bewundernswert, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski auch eine kritische Frage beantwortet. Er wird nicht laut, bügelt sie nicht einfach weg. Er erklärt.

Voller Energie mit geballter Faust an der Seitenlinie: Markus Kauczinski.
Voller Energie mit geballter Faust an der Seitenlinie: Markus Kauczinski.  © picture point/Sven Sonntag

TAG24 wollte wissen, wie er vor dem richtungsweisenden Spiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den TSV 1860 München die derzeitige Situation um sich selbst und sein Team wahrnimmt.

Der Wind ist rau geworden in Dresden. Das ist er hier immer, wenn es nicht so läuft wie gewünscht. Mit zuletzt drei Niederlagen in den letzten vier Spielen bläst es scharf - vor allem in den sozialen Netzwerken. 

"Ich muss ehrlich sagen, dass ich wenig bis gar nichts lese, ich bin nicht in den sozialen Medien unterwegs, von daher ...", sagt Kauczinski. 

Das ist in diesen Zeiten auch besser so, Twitter, Facebook und Co. zu meiden. Gerade nach Saarbrücken ging es rund - und nicht immer spielte sich das Geschehen oberhalb der Gürtellinie ab.

"Ich arbeite jeden Tag mit der Mannschaft, ich gebe mein Bestes bei diesem Neuaufbau. Ich versuche für jeden da zu sein. Das kostet Energie. Ich bin bereit und ich gebe alles dafür, dass wir besser werden", sagte er.

Ein nachdenklicher Markus Kauczinski läuft über den Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion. Beim letzten Heimauftritt gegen Meppen (3:0) gab es wenig zu meckern. Das soll auch am Sonntag gegen die Löwen so sein.
Ein nachdenklicher Markus Kauczinski läuft über den Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion. Beim letzten Heimauftritt gegen Meppen (3:0) gab es wenig zu meckern. Das soll auch am Sonntag gegen die Löwen so sein.  © Lutz Hentschel

Dynamo Dresdens Abwehrarbeit als Faustpfand

Am Sonntag will er wieder freudig strahlen und den nächsten Dreier bejubeln: Dynamo-Coach Markus Kauczinski.
Am Sonntag will er wieder freudig strahlen und den nächsten Dreier bejubeln: Dynamo-Coach Markus Kauczinski.  © Lutz Hentschel

Kauczinski fügte hinzu: "Von außen darf man sich nicht beeinflussen lassen. Wenn man gewinnt, wird gefeiert. Nach einem Spiel, wo man keine Leistung bringt, geht der Daumen runter. Das weiß man als Trainer, aber man darf es sich nicht auferlegen."

Ein Neuaufbau ist eben keine Arbeit am Reißbrett, wie er verdeutlicht, es sind immer Probleme dabei. Kauczinski hat Erfahrung im Aufbau von Mannschaften, er weiß, wovon er spricht.

Vielleicht macht Dynamo mit einem Erfolg gegen die Löwen aus Giesing einen großen Schritt nach vorn. Dresden hat von allen Vereinen, die neun Spiele absolviert haben, die beste Abwehr.

Das sollte ein Faustpfand sein. "Wir merken auch, dass alleine wird's nicht sein. Das hat uns noch nicht dorthin gebracht, wo wir hin wollen. Die gute Abwehrarbeit kann langfristig etwas bringen, wenn du deine Wege, deine Möglichkeiten nach vorne suchst. Es gehört alles zusammen", so der 50-Jährige.

Am besten, am Sonntag ist es soweit, dass Abwehr und Angriff stimmen. Ein Dreier und überall ist wieder Ruhe.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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