Dynamo-Coach Kauczinski macht seine Jungs vorm Kracher in Wiesbaden heiß

Dresden - Vorletzter gegen Letzter! Abstiegskracher! Sieg oder Blut im Schuh! Ein anderes Motto darf und wird es am heutigen Samstag beim Gastspiel in Wiesbaden nicht geben. Nur mit einem Dreier bewahrt sich Dynamo die Chance auf den Klassenerhalt.

Zur Erinnerung und als Aufputschmittel: So feierten die Dynamos im November im Heimspiel gegen Wiesbaden den 1:0-Siegtreffer durch Alexander Jeremejeff (Nr. 11).
Zur Erinnerung und als Aufputschmittel: So feierten die Dynamos im November im Heimspiel gegen Wiesbaden den 1:0-Siegtreffer durch Alexander Jeremejeff (Nr. 11).  © Lutz Hentschel

Nach zwei Partien zum Reinkommen gegen Stuttgart (0:2) und Hannover (0:3) muss am heutigen Samstag die Brita-Arena in der hessischen Hauptstadt aus den Angeln gehoben werden. 

"Es gibt keine Alternative, nur Vollgas", so Trainer Markus Kauczinski.

Für die Dynamischen ist es ein Endspiel, obwohl der Coach abwinkt: "Ich mag den Begriff nicht, weil es bedeutet, dass danach nichts mehr kommt. Es kommen aber noch sechs Partien. Wir sind uns aber der Bedeutung bewusst, dass es ein entscheidendes Spiel ist."

Dass Dresden ein anderes Gesicht als noch am Mittwoch in Hannover zeigen muss, ist klar.

Da ließen die Schwarz-Gelben schnell das Messer aus dem Mund fallen. Das darf am heutigen Samstag nicht passieren, denn der SVWW ist eine giftige Truppe. Mehr als das.

Der Aufsteiger stellt mit 67 Gelben, zwei Gelb-Roten und drei Roten Karten das unfairste Team im Unterhaus.

Im Gegensatz zu Dresden hatte Wiesbaden den Abstiegskampf - als Aufsteiger auch irgendwo logisch - bereits am ersten Spieltag angenommen und stellt immer mit viel Leidenschaft entgegen.

Dynamo Dresden steht gegen Wehen Wiesbaden mächtig unter Druck

So robust wie hier Kevin Ehlers (l.) gegen Hannovers John Guidetti zu Werke geht, müssen heute alle Dresdner agieren.
So robust wie hier Kevin Ehlers (l.) gegen Hannovers John Guidetti zu Werke geht, müssen heute alle Dresdner agieren.  © Swen Pförtner/dpa-POOL/dpa

Der VfB Stuttgart bekam das gleich zweimal knüppelhart zu spüren, verlor beide Partien 1:2.

"Das wird eine Spiel mit Haken und Ösen. Es gibt keine Ausreden", sagt Kauczinski betont ruhig, aber auch sehr energisch.

Dynamo braucht am heutigen Samstag mindestens elf Mentalitätsmonster in seinen Reihen.

Die fehlten in Niedersachsen noch. Mutlos, ängstlich, physisch und psychisch nicht in der Lage, dagegenzuhalten - bedingt sicher auch durch die beiden frühen Gegentore.

"Es sind deutliche Worte gefallen. Wenn etwas fehlt, darf man das am Ende merken, nicht am Anfang. Wenn man nicht eingespielt ist, kann man so etwas mit anderen Tugenden ausgleichen", so der Cheftrainer.

Kauczinski sieht sein Team jetzt einen Schritt weiter, sagte schon vor einer Woche, "dass wir in Wiesbaden in Topform sein werden".

Nun muss er es mit seiner Truppe zeigen. Dabei geht es gar nicht so sehr um fußballerische Feinheiten, sondern um die Tugenden.

Mal wieder über einen Sieg jubeln wie gegen Aue: Markus Kauczinski (l.) und sein Co-Trainer Heiko Scholz.
Mal wieder über einen Sieg jubeln wie gegen Aue: Markus Kauczinski (l.) und sein Co-Trainer Heiko Scholz.  © Lutz Hentschel

Kämpfen, beißen, zwicken. Willen auf den Platz bringen. Dresden muss mehr wollen als die Hessen! Also, auf geht's Dynamo: Zeigt es Wiesbaden! Wenn es sein muss mit Sieg und Blut im Schuh - und dann feiern wie im Hinspiel!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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