Dynamo an Zweitliga-Profi dran! Verstärkt sich die SGD mit einem neuen Linksverteidiger?

Dresden - Die SGD hat offenbar die erhoffte Verstärkung für die Defensive gefunden! Dynamo Dresden soll sich bereits mit Leroy Kwadwo (24) einig sein.

Leroy Kwadwo (24, r.) kam für die Würzburger Kickers in der 3. Liga noch 25 Mal zum Einsatz. In der laufenden Saison ist er aber hintendran.
Leroy Kwadwo (24, r.) kam für die Würzburger Kickers in der 3. Liga noch 25 Mal zum Einsatz. In der laufenden Saison ist er aber hintendran.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das berichtet die Bild-Zeitung. Lediglich die Freigabe von Kwadwos Klub, vom FC Würzburger Kickers, fehlt dem Vernehmen nach noch.

Mit dem gelernten Linksverteidiger würden die Schwarz-Gelben übrigens gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Er kann neben der Außenbahn nämlich auch in der Innenverteidigung spielen, wo Dynamo bekanntermaßen Personalprobleme hat, weil Sebastian Mai (27) und Marco Hartmann (32) momentan ausfallen.

Auf der linken Seite zeichnet sich ein Comeback von Chris Löwe (31) auch weiterhin nicht ab, weshalb es keine echte Alternative zu Jonathan Meier (21) gibt. Würde er ausfallen, träfe das die SGD hart, weil man dann nur noch U19-Spieler Jonas Kühn (18) in der Hinterhand hätte.

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Deshalb wäre ein Wechsel sinnvoll. Und einen weiteren Hinweis, dass an dem Gerücht etwas dran zu sein scheint, gab es am Freitagabend. Hier fehlte Kwadwo beim 0:0 von Würzburg gegen Eintracht Braunschweig sogar ganz im Kader. Dabei hatte er sich in der Aufstiegssaison der Kickers noch nach und nach einen Stammplatz erkämpft. Doch in der laufenden Spielzeit ist der Deutsch-Ghanaer in der 2. Bundesliga nicht mehr gesetzt und kam nur fünf Mal zum Einsatz, weil ihm mitunter die Konstanz fehlt.

In der Spielzeit 2019/20 hatte er noch 25 Partien (ein Tor, zwei Vorlagen) auf dem Feld gestanden und mit seiner Dynamik, Schnelligkeit, Laufstärke und Zweikampfhärte seinen Anteil daran gehabt, dass der FCW doch noch den Sprung nach oben schaffen konnte.

Leroy Kwadwo wurde in Münster rassistisch beleidigt: Das Publikum reagierte großartig!

Leroy Kwadwo (24, l.), hier im Duell mit Aue-Torjäger Pascal Testroet (30), wird offenbar Dynamo Dresden verstärken.
Leroy Kwadwo (24, l.), hier im Duell mit Aue-Torjäger Pascal Testroet (30), wird offenbar Dynamo Dresden verstärken.  © Picture Point / Sven Sonntag

In die Schlagzeilen geriet er allerdings wegen einer anderen Aktion, die deutschlandweit durch die Medien ging. Am 15. Februar 2020 wurde er beim Drittliga-Duell seiner Würzburger beim SC Preußen Münster (0:0) von der Haupttribüne aus mit Affenlauten und bösen Worten beleidigt.

Kwadwo ging daraufhin zu den Trainerbänken und erklärte den Verantwortlichen, was geschehen war. Er wurde beruhigt, doch das Entsetzen über die widerliche Aktion war bei allen Akteuren groß.

Doch nicht nur sein Verein um den damaligen Mitspieler und Ex-Dynamo Sebastian Schuppan (34) sowie Münster bewiesen Sportsgeist, weil sie ihm beistanden. Auch die Preußen-Fans zeigten sich von ihrer besten Seite.

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Die Zuschauer im Stadion riefen geschlossen "Nazis raus!" und identifizierten den Übeltäter, der von den Ordnern unter Applaus aus dem Block geschafft und der Polizei übergeben wurde (TAG24 berichtete).

Der 29-jährige Mann bekam ein bundesweites Stadionverbot über drei Jahre aufgebrummt. Kwadwo selbst veröffentlichte wenig später bei Twitter ein bewegendes Statement und wurde sogar ins ZDF-Sportstudio eingeladen, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Nun wagt er offenbar in Dresden einen Neuanfang.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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