Dynamo bärenstark, Aue überrascht, Tasmania begeistert!

Deutschland - Die Fußballsaison läuft endlich wieder! In der 2. Bundesliga wusste Dynamo Dresden zu glänzen und feierte gegen den FC Ingolstadt 04 einen überzeugend herausgespielten 3:0-Erfolg, der die Hoffnung auf eine ruhige Saison schürt.

Kantenduell: Dynamos Innenverteidigung um Tim Knipping (28, r.) hatte den gebürtigen Dresdner und FCI-Stürmer Stefan Kutschke (32) gut im Griff.
Kantenduell: Dynamos Innenverteidigung um Tim Knipping (28, r.) hatte den gebürtigen Dresdner und FCI-Stürmer Stefan Kutschke (32) gut im Griff.  © Lutz Hentschel

Die SGD wirkte griffig, zeigte gute Kombinationen und eine sehr gute Frühform gegen den Mitaufsteiger, der sich an die Taktik des neuen Coachs Roberto Pätzold (42) offenbar noch gewöhnen muss.

Ganz anders die Hausherren, die die offensiv ausgelegte Marschroute von Trainer Alexander Schmidt (52) gut umsetzten und auch die Balance fanden. Denn defensiv ließ Dynamo nur wenig gegen das gefährliche Sturmduo Stefan Kutschke (32) und Dennis Eckert Ayensa (24) zu.

Nach diesem Auftritt braucht den Dresdnern auch vor dem Auswärtsspiel beim Hamburger SV nicht bange sein, der allerdings ein ganz anderes Kaliber ist. Das zeigten die Rothosen beim Eröffnungsspiel am Freitag, als sie nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1 beim FC Schalke 04 gewannen und eine hervorragende Leistung boten.

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Doch Schmidt wird Dynamo auf die Stärken des HSV, der vermehrt auf Ballbesitz setzt, einstellen, weshalb die SGD auch in diesem Duell alles andere als chancenlos erscheint.

Mit Kevin Broll (25) im Kasten, Tim Knipping (28), Michael Sollbauer (31), Chris Löwe (32) in der Abwehr und Yannick Stark (30) davor im Mittelfeld hat Schmidt genügend erfahrene Defensivakteure zur Verfügung, die genau wissen, wie man einem solchen Gegner beikommt. Mit Kämpfer Morris Schröter (25) und jungen Wilden wie Christoph Daferner (23), Julius Kade (22) sowie Luca Herrmann (22) stimmt zudem auch die Mischung.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit dem guten Saisonstart von Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit dem guten Saisonstart von Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.  © Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

FC Erzgebirge Aue verdiente sich beim 1. FC Nürnberg ein Remis

Aue-Keeper Martin Männel (33, r.) packte sicher zu und hielt gegen den 1. FC Nürnberg die Null.
Aue-Keeper Martin Männel (33, r.) packte sicher zu und hielt gegen den 1. FC Nürnberg die Null.  © picture point/Sven Sonntag

Auch beim FC Erzgebirge Aue ist die Stimmung positiv. Dabei galten die Veilchen bei nicht wenigen Experten als Abstiegskandidat. Zu schwerwiegend wirkten die Abgänge des treffsicheren Sturmduos Pascal Testroet (30) und Florian Krüger (22).

Doch beim 1. FC Nürnberg kämpfte die Mannschaft von Trainer Aleksey Shpilevski (33) um jeden Meter, machte dem aufgerüsteten Gastgeber das Leben extrem schwer und verdiente sich das 0:0 somit redlich.

Der FCE stand hinten sicher, spielte schnell nach vorne und zwang die Hausherren so durchgehend zu hoher Wachsamkeit. Wenn Aue in den kommenden Wochen so auftritt, stehen auch im Erzgebirge die Chancen auf eine ruhige Saison gut.

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Dennoch müssen die Veilchen im Sturm noch nachrüsten, wenn sie über die Dauer einer kompletten Saison in dieser starken Spielklasse bestehen wollen. Der Anfang ist allerdings gemacht und war beeindruckend. Mit dem FC St. Pauli kommt nun allerdings ein sehr gut aufgelegter Gegner ins Erzgebirgsstadion.

Zum Auftakt bezwangen die Kiezkicker Holstein Kiel hochverdient mit 3:0 und zeigten ihre Qualitäten hier nachhaltig. Ob Aue diesem Gegner Paroli bieten kann?

Aufsteiger SV Tasmania Berlin startet gegen den SV Babelsberg 03 mit Sieg in die Regionalliga Nordost

Serhat Polat (20, r.) schoss den SV Tasmania Berlin gegen den SV Babelsberg 03 in Führung. Am Ende durfte der Liga-Neuling einen 2:0-Sieg bejubeln.
Serhat Polat (20, r.) schoss den SV Tasmania Berlin gegen den SV Babelsberg 03 in Führung. Am Ende durfte der Liga-Neuling einen 2:0-Sieg bejubeln.  © imago images/Matthias Koch
Nulldrei-Stürmer Daniel Frahn (34, r.) traf zwar am 17. Juli im Testspiel gegen den kräftig aufgerüsteten Oberligisten CFC Hertha 06 zum 1:0-Sieg, konnte sich beim Regionalliga-Saisonauftakt aber nicht in Szene setzen.
Nulldrei-Stürmer Daniel Frahn (34, r.) traf zwar am 17. Juli im Testspiel gegen den kräftig aufgerüsteten Oberligisten CFC Hertha 06 zum 1:0-Sieg, konnte sich beim Regionalliga-Saisonauftakt aber nicht in Szene setzen.  © Stefan Bröhl

Auch die Regionalliga Nordost startete in die neue Saison und hatte gleich mehrere Überraschungen auf Lager.

Der Berliner Traditionsverein und Neuling SV Tasmania bezwang den SV Babelsberg 03 völlig verdient mit 2:0, wie der Autor dieser Zeilen live im Mommsenstadion miterleben durfte.

Imponierend war dabei vor allem, wie frech die Mannschaft von Trainer Abu Njie (47) agierte. Der Coach hatte sein Team perfekt eingestellt, denn von Angst vor der Kulisse oder Nervosität vor dem gut besetzten Gegner war auch zu Beginn rein gar nichts zu spüren.

Stattdessen erspielte sich Tas immer wieder gute Chancen, nutzte zwei und hielt auch am Ende, als die Kräfte trotz zeitlich klug durchgeführter Wechsel erkennbar nachließen, in der Defensive stand.

Der frühere RB-Leipzig-Stürmer Daniel Frahn (34) konnte sich nur einmal in Szene setzen, als er ein Abseitstor erzielte. Ansonsten war er bei Julian Loder (31) und Damir Bektic (24) komplett abgemeldet.

Das 2:0 von Nigel Bier für den SV Tasmania Berlin gegen den SV Babelsberg 03 im Video

Doch nicht nur die Neuköllner überzeugten. Der VfB Germania Halberstadt schoss Hertha BSC II gleich mit 4:0 ab, wobei Elias Löder (21) ein Fallrückzieher-Traumtor gelang. Dazu gewannen die jungen Wilden vom FSV Union Fürstenwalde gegen den VfB Auerbach mit 4:2 und holte Aufsteiger FC Eilenburg gegen die BSG Chemie Leipzig ein 1:1.

Außerdem trotzte der FSV Optik Rathenow der VSG Altglienicke (1:1) und knöpfte auch der FSV Luckenwalde dem FC Energie Cottbus im Stadion der Freundschaft einen Zähler ab (1:1). Diese Ergebnisse versprechen viel Spannung für die anstehende Englische Woche.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

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