Dynamo begeistert, HFC enttäuscht, Magdeburg verpasst Befreiungsschlag!

Deutschland - Interessantes Wochenende in der 3. Liga! Dynamo Dresden marschiert weiter vorneweg und ließ dem SV Meppen beim 4:0-Auswärtssieg im Emsland nicht den Hauch einer Chance.

Mit Heinz Mörschel (23) ist Dynamo Dresden im Winter wahrlich ein echter Transfercoup geglückt!
Mit Heinz Mörschel (23) ist Dynamo Dresden im Winter wahrlich ein echter Transfercoup geglückt!  © Picture Point / Gabor Krieg

Dabei beeindruckte ein Mann zum wiederholten Male: Heinz Mörschel (23) ist ein Winter-Neuzugang, wie man ihn sich bei der SGD erträumt hat: Sofort integriert, mit hoher individueller Klasse ausgestattet und torgefährlich.

In Meppen erzielte der 1,90 Meter große Offensivakteur seinen ersten Doppelpack im schwarz-gelben Trikot, geht voran und überzeugt bislang vollends. Doch auch das Team um ihn herum funktioniert weiterhin prächtig.

Defensiv steht die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski (51) sicher, offensiv ist sie für die Gegner nicht auszurechnen, weil viele Akteure immer für einen Treffer gut sind. 54 Punkte und 49:22 Tore belegen: Bislang ist die SGD eine Nummer zu groß für die Spielklasse und befindet sich auf direktem Wiederaufstiegskurs.

Da der FC Ingolstadt 04 erst am heutigen Montag (19 Uhr) spielt, gab es an diesem Spieltag nur einen Verein, der nicht noch weiter abreißen lassen musste: Der FC Hansa Rostock!

Die Kogge sorgte bei ihren Fans allerdings für eine Achterbahnfahrt der Gefühle!

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal wieder mit der 3. Liga, Tabellenführer Dynamo Dresden und dem Halleschen FC, bei dem es nicht rund läuft.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl (32) beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal wieder mit der 3. Liga, Tabellenführer Dynamo Dresden und dem Halleschen FC, bei dem es nicht rund läuft.  © Picture Point/Sven Sonntag/Imago Images/Eibner

Mentalitätsmonster! FC Hansa Rostock wieder zurück in der Erfolgsspur

Der FC Hansa Rostock erzielte den 2:1-Siegtreffer gegen den 1. FC Kaiserslautern erst in der 6. Minute der Nachspielzeit! Dementsprechend groß war der Jubel.
Der FC Hansa Rostock erzielte den 2:1-Siegtreffer gegen den 1. FC Kaiserslautern erst in der 6. Minute der Nachspielzeit! Dementsprechend groß war der Jubel.  © Danny Gohlke/dpa

Gegen den 1. FC Kaiserslautern tat sich das Team von Trainer Jens Härtel (51) schwer und lag zur Pause mit 0:1 hinten. Der FCH kam jedoch zurück, glich aus, glaubte weiter an sich und holte sich am Ende den Dreier!

Innenverteidiger Damian Roßbach (28) traf allerdings erst in der 6. Minute der Nachspielzeit (!) zum 2:1, sorgte damit aber nicht nur für die Erlösung, sondern auch für eine große Jubeltraube und katapultierte den FCH mindestens bis Montagabend auf Rang zwei.

Diese Partie stand exemplarisch für die Rostocker Mentalstärke. Die Mannschaft war sich gegen die gut aufgelegten Roten Teufel der eigenen Qualitäten bewusst, obwohl sie erst am Mittwoch einen Rückschlag hatte hinnehmen müssen und ausgerechnet durch ein Tor des Ex-Hansa-Stürmers Soufian Benyamina (31) mit 0:1 beim VfB Lübeck verloren hatte.

Davon ließ sie sich jedoch nicht aus der Bahn werfen. Stattdessen hielt die Hansa-Kogge der durchaus stürmischen See stand und rang einen ebenbürtigen Gegner nieder - dabei spielten Härtels Mannen nicht mal überragend.

Doch wer solch enge Begegnungen gewinnt, der hat gute Chancen, auch am Saisonende auf einem Aufstiegsplatz zu stehen.

HFC verliert klar bei der SpVgg Unterhaching, 1. FC Magdeburg tritt auf der Stelle

Die Stimmung beim 1. FC Magdeburg um Sören Bertram (r.) bleibt auch nach dem 1:1 gegen den SV Waldhof Mannheim angespannt.
Die Stimmung beim 1. FC Magdeburg um Sören Bertram (r.) bleibt auch nach dem 1:1 gegen den SV Waldhof Mannheim angespannt.  © imago images/Jan Huebner

Etwas anders sieht es bei zwei weiteren Klubs aus dem Fußball-Osten aus. Der Hallesche FC verlor bei der SpVgg Unterhaching, die vor dem Spieltag Tabellenletzter war, gleich mit 0:3 und zog den Ärger der eigenen Fans auf sich.

Diesen Auftritt sollte die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg (43) schnellstmöglich abhaken und sich wieder auf die eigenen Stärken konzentrieren. Die hat der HFC nämlich zweifelsohne.

Zudem steht man mit zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz im gesicherten Mittelfeld und kann das Saisonfinale daher ruhig angehen.

Ganz im Gegensatz zum 1. FC Magdeburg! Die Elbestädter kamen gegen den SV Waldhof Mannheim nicht über ein 1:1 hinaus, treten auf der Stelle und sind weiterhin nur Tabellenachtzehnter.

Vorne fehlt erkennbar der Killerinstinkt, hinten hat man sich zwar insgesamt stabilisiert, agiert aber immer noch ein wenig fahrig und muss mehr Konstanz in die eigenen Leistungen bekommen, was bei dem großen Druck allerdings eine Herausforderung für Coach Christian Titz (49) und sein Team ist.

Zwar steht am kommenden Samstag (14 Uhr) erstmal das Spiel beim FC Bayern München II an, doch die Begegnung eine Woche später gegen Kaiserslautern wirft bereits ihre Schatten voraus und ist aufgrund der Konstellation extrem brisant! Es bleibt in der 3. Liga also auch weiterhin spannend.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Imago Images/Eibner

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