Dynamo beißt sich am 1. FC Nürnberg die Zähne aus und kassiert nächste Pleite!

Dresden - 45 Minuten pures Feuer reichten nicht! Nach einer extrem schwachen ersten Hälfte verlor Dynamo Dresden vor 16.000 Zuschauern mit 0:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg. Dem Club reichte eine durchdachte Aktion zum Sieg. Die SGD drehte gegen einen diszipliniert verteidigenden Gegner erst in der zweiten Hälfte auf, rannte dem Rückstand trotz etlicher Chancen aber vergeblich hinterher.

Tom Krauß (r.) überwindet Dynamo-Keeper Kevin Broll (3.v.r.) und trifft zum entscheidenden 1:0 für Nürnberg.
Tom Krauß (r.) überwindet Dynamo-Keeper Kevin Broll (3.v.r.) und trifft zum entscheidenden 1:0 für Nürnberg.  © Picture Point/Gabor Krieg

Gegenüber dem 0:3 auf St. Pauli wechselte Dynamo-Trainer Alexander Schmidt zweimal. Philipp Hosiner und Antonis Aidonis gaben ihr jeweiliges Startelf-Debüt, sie ersetzten Morris Schröter und den verletzten Michael Akoto. Für Kapitän Sebastian Mai war erneut kein Platz.

Das ähnliche Spielsystem der beiden hatte Schmidt schon vor der Partie angesprochen. Das von Dynamo sei aber eine Spur aggressiver, sagte er. Davon war zu Beginn nichts zu spüren. Die Partie plätscherte ewig vor sich hin, ihr fehlte das Tempo, die Power, die Ideen und vor allem die Genauigkeit in den Angriffsaktionen.

Beinahe jeder Pass in die gefährliche Zone kam nicht an - oder er wurde schlichtweg zu spät gespielt. Das war behäbig. Nürnberg hatte es einfach, das alles wegzuverteidigen, dem Auswärtsteam erging es im Angriff aber nicht besser.

Das hat Sportchef Ralf Becker mit seinen Dynamos bis 2025 vor
Dynamo Dresden Das hat Sportchef Ralf Becker mit seinen Dynamos bis 2025 vor

Bis auf einmal: Nach einem Konter über Enrico Valentini und Mats Möller Daehli bekam Dynamo keinen Zugriff, kam nicht mal in die Nähe des Balles. Tim Handwerker flankte, am langen Pfosten hatten die Schwarz-Gelben Tom Krauß vergessen, der direkt einschoss - 0:1 (21.).

Es war der sechste Rückstand in dieser Saison für die Dresdner, ein Dreier sprang in der Folge nicht mehr dabei heraus. Einzig beim HSV konnte am zweiten Spieltag mit einem 1:1 noch gepunktet werden. Und dieses Mal?

Aufstellungen von Dynamo Dresden und vom 1. FC Nürnberg

Dynamo Dresden rennt erfolglos gegen den 1. FC Nürnberg an

Gesenkte Köpfe nach dem Rückstand: Dynamo schaffte anschließend kein Comeback mehr und kassierte gegen den 1. FC Nürnberg eine knappe Heimniederlage.
Gesenkte Köpfe nach dem Rückstand: Dynamo schaffte anschließend kein Comeback mehr und kassierte gegen den 1. FC Nürnberg eine knappe Heimniederlage.  © Lutz Hentschel

Zumindest tat sich Dynamo verdammt schwer. Erst zum Ende der Halbzeit wurde es zielstrebiger. Doch die Schüsse von Heinz Mörschel (36.) und Christoph Daferner (38.) stellten Christian Mathenia auf keine Probe.

Es blieb noch die zweite Hälfte - und die konnte nur besser werden. Schmidt brachte Luca Herrmann für Hosiner. Herrmann ging hinter die Spitzen, Daferner rutschte ins Sturmzentrum. Dynamo kam jetzt, scheute aber das volle Risiko, um nicht in einen erneuten Konter zu laufen.

Die Chancen häuften sich, Daferners Kopfball (48.) wurde im letzten Moment geblockt, Mörschels Knaller aus der Distanz parierte Mathenia (57.).

Ex-Dynamo Aias Aosman feiert sensationellen Sieg gegen Spitzenklub!
Dynamo Dresden Ex-Dynamo Aias Aosman feiert sensationellen Sieg gegen Spitzenklub!

Und dann wurde es wild. Königsdörffer war weg, Christopher Schindler hielt ihn einen Meter vorm Strafraum fest (61.). Klares Rot, Notbremse! Schiri Marco Fritz zückte nur Gelb. Wo war der VAR? Den Freistoß bolzte Mörschel in die Mauer.

Jetzt war aber Leben in der Bude. Für neuen Schwung sorgte zusätzlich Schröter (70.), der für den schwachen Julius Kade kam. Dresden probierte alles, rannte an. Doch die Zeit lief weg.

Pech hatte Daferner, der eine Ecke von Chris Löwe einen Hauch vorbeiköpfte (78.). Das war jetzt Vollgas-Fußball. Nur leider zu spät. Die fünfte Niederlage in den letzten sechs Spielen war nicht mehr zu verhindern.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: