Dynamo belohnt sich für Kampf und Moral: SGD holt Remis gegen Waldhof Mannheim!

Dresden - Christoph Daferner sei Dank! Dynamo Dresden konnte die Heimspielpleite gegen den SV Waldhof Mannheim gerade noch so abwenden. In der 87. Minute egalisierte er vor 10.035 Zuschauern die Waldhof-Führung und belohnte Dynamo für den Kampf.

Dynamo-Keeper Kevin Broll (l.) kann diesen Schuss von Max Christiansen nicht mehr entscheidend ablenken. Deshalb ging Mannheim mit 1:0 in Führung.
Dynamo-Keeper Kevin Broll (l.) kann diesen Schuss von Max Christiansen nicht mehr entscheidend ablenken. Deshalb ging Mannheim mit 1:0 in Führung.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Am Ende hieß es 1:1 (0:1). Spielerisch lief gegen konterstarke Gäste wenig zusammen. Die SGD ließ die Zielstrebigkeit vor dem Tor vermissen, bewies aber Moral.

Drei Wechsel nahm Trainer Markus Kauczinski vor - zwei notgedrungen, einen freiwillig: Chris Löwe durfte nach abgelaufener Sperre wieder in die linke Viererkette. Max Kulke ersetzte auf der rechten Seite den verletzten Robin Becker, Sascha Horvath durfte im Mittelfeld für den gesperrten Paul Will ran.

Abtasten war früher. Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Mannheims Arianit Ferati stand nach nicht mal zwei Minuten frei vor Kevin Broll, scheiterte an diesem. Vier Minuten später passte Agyemang Diawusie in den 16er, Christoph Daferner verpasste um eine Fußspitze.

Optisch war Dynamo in dem flotten Spiel überlegen, hatte aber immer wieder schlampige Abspiele im Aufbau drin. Es brannte im Mannheimer Strafraum vier-, fünfmal, aber die Geradlinigkeit fehlte. 

Da waren einige Schnörkel zu viel dabei. Zudem passten die Räume nicht, der Waldhof hatte eine Menge Platz, sorgte mit seinen etlichen Kontern über die Ex-Sachsen Rafael Garcia (Chemnitzer FC) und Ferati (FC Erzgebirge Aue) immer wieder für Angst und Schrecken. 

Stürmer Christoph Daferner (l.) erzielte für Dynamo kurz vor Schluss den ganz wichtigen 1:1-Ausgleich.
Stürmer Christoph Daferner (l.) erzielte für Dynamo kurz vor Schluss den ganz wichtigen 1:1-Ausgleich.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Christoph Daferner erlöst Dynamo Dresden gegen den SV Waldhof Mannheim kurz vor Schluss

Die meisten der 10.035 Fans unterstützten Dynamo vorbildlich. Es waren aber auch immer wieder Unmutsäußerungen zu hören.
Die meisten der 10.035 Fans unterstützten Dynamo vorbildlich. Es waren aber auch immer wieder Unmutsäußerungen zu hören.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Nach einer halben Stunde hätte Dresden in Führung gehen können: Diawusie spielte auf den langen Pfosten, SV-Verteidiger Jan Hendrik Marx spitzelte die Kugel vor Panagiotis Vlachodimos an den Pfosten.

Das Tor fiel dann auf der anderen Seite - und das war keineswegs unverdient. Ferati steckte bei einem Konter auf Max Christiansen (42.) durch, der hatte erneut Platz, zog aus 17 Metern ab. Broll war dran, sah dabei nicht gut aus.

Kauczinski reagierte zur Pause, brachte Philipp Hosiner für Horvath. Dynamo wollte, drückte auf die Tube, wirkte aber verkrampft und blieb daher im Vorwärtsgang unkonzentriert. 

Und da waren noch die Mannheimer Konter. Da war so gut wie jeder brandgefährlich. Broll verhinderte mit starken Paraden dreimal ein 0:2! Gute Möglichkeiten für die Schwarz-Gelben waren rar gesät.

Was Dresden keiner abschlagen konnte, war der Wille. Gerade in der letzten Viertelstunde kam der Gastgeber mit brachialer Gewalt. Und plötzlich gab es Chancen. Weihrauch (82.) zog aus 16 Metern zentral ab. Der Schuss wurde abgefälscht, Jan-Christoph Bartels parierte überragend. 

Dann fiel der Treffer. Chris Löwe flankte, der aufgerückte Sebastian Mai verlängerte in die Mitte. Dort behinderten sich Daferner und Hosiner eigentlich. Doch Daferner löffelte die Kugel akrobatisch mit dem Rücken zum Tor stehend über Bartels ins Netz - 1:1 (87.).  

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

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