Dynamo betreibt Chancenwucher und verliert Testspiel gegen Braunschweig!

Dresden/Heiligenstadt - Dritter Test, dritte Niederlage von Dynamo Dresden! Der Zweitliga-Absteiger verlor im Camp in Heilbad Heiligenstadt gegen Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 0:1 (0:0), bot aber über weite Strecken eine starke Partie - bis vors Tor.

Panagiotis Vlachodimos (r.) musste noch in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Panagiotis Vlachodimos (r.) musste noch in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden.  © Lutz Hentschel

Die Chancenverwertung war (noch) mangelhaft. Denn Dresden hatte sieben, acht Hochkaräter.

Markus Kauczinski spielte mit Viererkette - Robin Becker, Sebastian Mai, Tim Knipping und Chris Löwe. Marco Hartmann gab den Sechser. Davor agierten Sascha Horvath sowie Yannick Stark. Auf den Seiten durften Agyemang Diawusie und Panagiotis Vlachodimos ran, im Sturm Luka Stor.

Dynamo legt eine flotte Sohle auf das heiße Parkett. Das hohe Anlaufen, das offensive Pressing schmeckte Braunschweig nicht. Dresden spielte konzentriert und in einem erstaunlich hohen Tempo, vor allem über die linke Seite von Löwe und Vlachodimos - später dann Ransford Königsdörffer.

Das sah schon sehr nach Fußball aus. Daraus ergaben sich auch Chancen. Diawusie (18.) scheiterte nach einem Patzer von Jannis Nikolaou frei und an Marcel Engelhardt im Eintracht-Tor. 

Mai (38.), Hartmann (39.) und vor allem Stark (42.) hatten jeweils per Kopf weitere Möglichkeiten. Vom Zweitliga-Aufsteiger um Ex-Aue-Coach Daniel Meyer kam herzlich wenig. Kevin Broll schwitzte nur durch die hohen Temperaturen.

Allerdings war der Ausfall von Vlachodimos (23.) bitter. Er verletzte sich am rechten Knöchel, für ihn kam Königsdörffer.

Eintracht Braunschweig zeigt Dynamo Dresden, was Kaltschnäuzigkeit bedeutet

Robin Becker (r.) im Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Lasse Schlüter.
Robin Becker (r.) im Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Lasse Schlüter.  © Lutz Hentschel

Er blieb nach der Pause auch als einziger auf dem Platz, sonst wechselte Dresden komplett durch. 

Dynamo blieb tonangebend, hatte weiterhin deutlich mehr vom Spiel. Eintracht kam aber besser ins Spiel und ging auch in Führung - nach der ersten Ecke, mit der ersten Chance. Nico Klaß (58.) köpfte eine Ecke ein. 

Sekunden danach hatte Philipp Hosiner (61.) den Ausgleich auf dem Fuß. Nach Pass von Christoph Daferner ging sein Drehschuss aus zehn Metern nur knapp neben den Pfosten. 

Wieder nur Bruchteile später lenkte der Österreicher einen Schuss von Pascal Sohm aufs Tor, Braunschweig klärte auf der Linie.

Das größte Brett hatte aber Königsdörffer (70.). Zweimal konnten die Löwen nur ungenügend klären, Dynamos Sturmtalent musste aus vier Metern nur noch einschieben, doch Felix Dornebusch klärte mit einem überragenden Reflex. 

Das Spiel dürfte Kauczinski in großen Teilen gefallen haben, der Chancenwucher nicht.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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