Dynamo dank Sohm und Königsdörffer im Sachsenpokal-Halbfinale

Dresden - Was lange währt, wird doch irgendwie gut. Dynamo Dresden hat sich ins Halbfinale des Sachsenpokals gearbeitet und muss dort bei Lok Leipzig ran. Die blutjunge Truppe, teilweise standen sechs A-Junioren auf dem Platz, hatte im Bischofswerdaer FV einen harten, unangenehmen und guten Gegner.

Pascal Sohm (links) im Zweikampf mit dem Bischofswerdaer Eric Stiller war der Schütze des Führungstors.
Pascal Sohm (links) im Zweikampf mit dem Bischofswerdaer Eric Stiller war der Schütze des Führungstors.  © Lutz Hentschel

Pascal Sohm (79.) und Ransford Königsdörffer (89.) erlösten Dresden beim 2:0-Sieg spät. Dynamo begann die Partie mit fünf A-Junioren, von denen nur Maximilian Großer und Jonas Kühn schon Drittliga-Luft schnuppern durften.

Vom Stammpersonal war Jonathan Meier dabei, der nach seinem Muskelfaserriss erstmals wieder spielte.

Er durfte in der Zentrale ran. Pascal Sohm gab nach seiner Corona-Erkrankung sein Comeback. Niklas Kreuzer führte das extrem junge Team als Kapitän auf den Rasen.

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Später kam noch Marvin Stefaniak, der nach einer halben Stunde für den angeschlagenen Justin Löwe eingewechselt wurde. Dresden brauchte dadurch ein Stück, um ins Spiel zu finden, was aber auch an Bischofswerda lag.

Der Regionalligist machte das gut, stand mit einer Fünferkette hinten und drei Leuten davor stabil, verdichtete vor allem die Mitte.

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Gemeinschaftlicher Torjubel bei den Schwarz-Gelben. Torschütze ist Pascal Sohm (5.v.r.).
Gemeinschaftlicher Torjubel bei den Schwarz-Gelben. Torschütze ist Pascal Sohm (5.v.r.).  © Lutz Hentschel

Das erste Achtungszeichen der Partie setzte Kreuzer (17.), der einen Freistoß aus 18 Metern an den Pfosten nagelte. Beim Nachschuss scheiterte Großer am starken Mika Schneider.In der Folge wurde der Drittligist dominanter, musste aber einen Schreckmoment überstehen.

Paul Fromm (22.) drosch die Kugel mal kurzerhand aus 30 Metern auf die Kiste.

Da fehlte nicht viel. Danach erspielte sich die Heimmannschaft eine Fülle an Chancen, doch entweder warf sich ein BFV-Spieler ins Leder oder der bravouröse Schneider, der seine Jugend bei Dynamo verbrachte, klärte.

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Das 0:0 zur Pause war ein Erfolg für Schiebock. Meier blieb zur Pause in der Kabine, für ihn kam mit Kenny Weyh der sechste Junior. Die Richtung der Partie blieb gleich.

Dresden hatte den Ball, Bischofswerda verteidigte mit Herz und hatte Glück. Nach einer Flanke von Kreuzer muss Sohm (48.) die Führung erzielen, doch er setzte den Kopfball völlig frei vorm Tor neben dieses.

Das Spiel verflachte danach, da Dresden nicht so viel einfiel. Die weiße Mauer aus der Oberlausitz stand. Jonas Oehmichen (66.) war einmal durch, scheiterte aber an Schneider. Aber sonst.

Einmal hatte der BFV tüchtig Glück. Als Robin Fluß (70.) mit beiden Beinen voraus in Max Kulke sprang, war Gelb von Schiedsrichter Lars Albert die falsche Farbe. Im immer stärker werdenden Regen suchte Dynamo die Entscheidung, in die Verlängerung wollten die Schwarz-Gelben nicht.

Die Führung fiel dann nach einer Ecke. Die brachte Kreuzer, Sohm (79.) köpfte ein. Der eingewechselte Ransford Königsdörffer (89.) machte 60 Sekunden vor Schluss den Deckel drauf. Verdient war es, aber es hat lange gedauert. Kompliment an Schiebock: Nach so langer Pause ohne Pflichtspiel war das sehr ordentlich.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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