Dynamo Dresden: Dauerkarten-Boom für 3. Liga bleibt aus

Dresden - Nur noch sieben Tage, dann geht es endlich wieder los. Dynamo Dresden startet gegen den TSV 1860 München in die neue Drittliga-Saison - ein echtes Topspiel, doch der (eigentlich erwartbare) Sturm auf die Tickets blieb bisher aus.

Jürgen Wehlend (56) ist mit dem aktuellen Dauerkartenverkauf zufrieden.
Jürgen Wehlend (56) ist mit dem aktuellen Dauerkartenverkauf zufrieden.  © Lutz Hentschel

Etwas mehr als 17.000 Karten wurden bis Freitagabend verkauft. Das macht knapp 60 Prozent. Ein vergleichbares Bild gibt es auch bei den Jahreskarten. Hier wurden eine Woche vor dem Liga-Start rund 11.200 Tickets an den Fan gebracht.

Jürgen Wehlend (56) zeigte sich über den Absatz dennoch recht zufrieden: "Wir freuen uns, dass der erste Jahreskartenverkauf seit der Saison 2019/2020 nach all den Geisterspielen, nach 19 nicht gewonnenen Spielen und nach dem insofern folgerichtigen Abstieg in die 3. Liga vergleichsweise gut angelaufen ist", so der kaufmännische Geschäftsführer.

Vergleicht man aber die Zahlen mit den Jahren davor, dann stellt man fest: Der Absatz verläuft eher schleppend, noch 7000 der gut 17.000 Tickets gingen in den freien Verkauf.

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2020/21 und 2021/22 wurden keine Jahreskarten angeboten, bei der letzten Ausgabe zur Saison 2019/20 gab es überhaupt keinen freien Verkauf mehr.

15.500 Dauerkarteninhaber der Vorsaison hatten sich ihren Platz vorab gesichert, die restlichen 1500 gingen anderthalb Wochen vor dem Saisonstart an die Mitglieder. Auch die Spielzeit davor ein ähnliches Bild.

Dynamo Dresden hat die Preise für Dauerkarten nicht erhöht

Lücken auf den Rängen, wie beim Testspiel gegen Borussia Dortmund, soll es diese Saison nicht geben.
Lücken auf den Rängen, wie beim Testspiel gegen Borussia Dortmund, soll es diese Saison nicht geben.  © DPA/Robert Michael

Zugegeben, in den beiden Jahren spielte Dynamo eine Klasse höher und die Zeiten waren nicht durch große wirtschaftliche Ängste geprägt.

Auch die SGD hat sich daher "unter Berücksichtigung der allgemein schwierigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage als traditioneller Mitgliederverein dazu entschieden, keine Preiserhöhungen gegenüber der Saison 2019/2020 vorzunehmen."

Ein Blick zu den sächsischen Nachbarn zeigt dagegen keinen Abwärtstrend. Erstligist RB Leipzig hat trotz eines Preisanstiegs von im Schnitt zwölf Prozent einen neuen Rekord aufgestellt: 32.200 Tickets.

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Dynamos Ligakonkurrent FC Erzgebirge Aue steht - wie sonst auch - bei etwas mehr als 2.000 Dauerkarten. Schwarz-Gelb will daher zumindest die Nummer eins in Liga drei werden und das erste Duell mit den "Löwen" für sich entscheiden.

Denn der aktuelle Dauerkartenspitzenreiter hat den Verkauf bei symbolischen 11.860 Tickets gestoppt. 11.953 Tickets würden also dafür schon mal reichen.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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