Dynamo-Desaster in Haching: SGD kann Steilvorlagen nicht nutzen und kassiert Pleite!

Dresden/Unterhaching - Das Lachen drang von Rostock über Ingolstadt und München bis nach Unterhaching. Dynamo Dresden konnte die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen, verlor nach einem desaströsen Auftritt beim Schlusslicht, das nur eins der letzten 17 Spiele gewann, mit 0:2 (0:1).

Das 0:1 kurz vor der Pause: Haching-Stürmer Stephan Hain (r., am Boden) köpft zur Führung für die Hausherren ein.
Das 0:1 kurz vor der Pause: Haching-Stürmer Stephan Hain (r., am Boden) köpft zur Führung für die Hausherren ein.  © picture point/Sven Sonntag

Es war die fünfte Niederlage ohne Tor im Freistaat Bayern, das dritte Spiel ohne eigenen Treffer. So, liebe Dynamos, wird's nix!

SGD-Coach Markus Kauczinski wirbelte seine Truppe gegenüber dem 0:0 gegen den FC Hansa Rostock gehörig durcheinander. Niklas Kreuzer spielte für den verletzten Jonathan Meier - das war so erwartet worden.

Aber dann: Agyemang Diawusie kickte in diesem Jahr erst 13 Minuten, eine gegen Kaiserslautern, zwölf in Mannheim. Danach ward er nicht mehr gesehen. Er durfte nun von Beginn an ran, ebenso Marvin Stefaniak (letztmals in Mannheim von Beginn an) und Julius Kade. Dafür mussten Philipp Hosiner, Heinz Mörschel und Paul Will weichen.

Eine mutige Aufstellung, die sich 22 Minuten bezahlt machte, da spielte Dynamo schnell, flüssig und überlegt. Doch wie schon zuletzt, wars vorm Tor nicht prickelnd. Stefaniak (15.) tauchte nach Zuspiel von Kreuzer frei vorm Ex-Jenaer Jo Coppens auf, scheiterte an dessen Fuß.

Wenig später versuchte er es nach Ablage von Diawusie aus 16 Metern, wieder war Coppens da. Was zu dem Zeitpunkt keine ahnte: Das war die letzte Möglichkeit der Gäste! Was dann passierte, lässt sich nur schwer beschreiben. Die Hachinger knieten sich ins Spiel, gewannen nicht nur gefühlt jeden Zweikampf, sondern wirklich jeden.

Mannschaftsaufstellungen der SpVgg Unterhaching und SG Dynamo Dresden

Dynamo-Kapitän Sebastian Mai (l.) war sichtlich enttäuscht!
Dynamo-Kapitän Sebastian Mai (l.) war sichtlich enttäuscht!  © picture point/Sven Sonntag

Stephan Hain und Christoph Greger schießen die SpVgg Unterhaching gegen Dynamo Dresden zum Sieg!

Dynamo Keeper Kevin Broll (M.) ahnte die Ecke, konnte den Elfmeter von Christoph Greger (r.) aber nicht abwehren - 0:2!
Dynamo Keeper Kevin Broll (M.) ahnte die Ecke, konnte den Elfmeter von Christoph Greger (r.) aber nicht abwehren - 0:2!  © picture point/Sven Sonntag

Dresden gelang nichts mehr. Eklatante Fehler im Spielaufbau brachten den Gastgeber immer wieder an den Ball. Selbst, wenn sich zwei Dresdner einem Hachinger gegenüberstanden, gewann der das Duell. Das war schier unglaublich.

So wühlten sich die Rand-Münchner immer mehr nach vorn und belohnten sich. Wieder hätte Dynamo die Situation mit ein bisschen mehr Konsequenz vier-, fünfmal klären können.

Doch die Kugel kam zu Markus Schwabl, dessen Flanke köpfte der 1,78 Meter große Stephan Hain umringt vor den Riesen Kevin Ehlers, Sebastian Mai und Yannick Stark ein - 1:0 (40.)! Pause!

Nach dem Wechsel versuchte es Kauczinski mit einem neuen Sturm. Luka Stor und Pascal Sohm kamen für Daferner und Diawusie. Doch es änderte sich genau null. Unterhaching fand Gefallen daran, Dresden eine Nase zu drehen.

Bei Dynamo fand sich keiner, der die Ärmel hochkrempelte und sagte: "Los, jetzt. Das geht so nicht." Das war blamabel, da kamen nicht mal einfache Bälle. Haching nutzte den ersten Konter zur Vorentscheidung: Ransford Königsdörffer ging mit Jannis Turtschan im Strafraum ins Duell, Turtschan fiel, Schiedsrichter Tobias Schultes zeigte auf den Punkt. Kevin Broll war am Elfer von Christoph Greger noch dran, das 0:2 (57.) konnte er nicht verhindern.

Die 33 Minuten danach - geschenkt. Dresden erarbeitete sich nicht eine Chance, die den Namen auch verdient gehabt hätte.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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