Dynamo Dresden: Deshalb wurde die Rote Karte zum Vorteil für die Lilien

Dresden - Eigentlich ist eine Rote Karte immer ein Vorteil für den Gegner. Eigentlich! Im Fall von Dynamo Dresden war es am Sonntag in Darmstadt (0:1) nicht so. Der frühe Platzverweis für Fabian Schnellhardt (27) spielte eher den Lilien in die Karten.

Yannick Stark (30) liegt nach dem Kopftreffer von Fabian Schnellhardt (27) am Boden. Der sah im Anschluss Rot, was aber eher den Lilien in die Karten spielte.
Yannick Stark (30) liegt nach dem Kopftreffer von Fabian Schnellhardt (27) am Boden. Der sah im Anschluss Rot, was aber eher den Lilien in die Karten spielte.  © imago images/Eibner/Michael Berm

Die kamen nur sieben Minuten später durch das sechste Tor von Tobias Kempe (32) gegen seinen Ex-Verein zum 1:0 und hatten dann natürlich den entscheidenden Vorteil auf ihrer Seite.

"Wie es im Fußball dann so ist. Man sieht sich durch die Rote Karte im Vorteil. Man denkt, okay, gegen zehn Mann wird es vielleicht einfacher. Es wurde nicht einfacher. Uns haben die spielerischen Mittel gefehlt", war Dynamo-Trainer Alexander Schmidt (52) ehrlich: "Von der Cleverness und der spielerische Note her waren wir einfach nicht stark genug."

Dresden schaffte es nicht, Druck aufzubauen, den Gegner in Überzahl den Schneid abzukaufen, ihn pausenlos zu beschäftigen.

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"Das war einfach nicht präzise genug, vielleicht ein bisschen zu ungeduldig. Oft war es nicht taktisch bedingt, sondern technisch", spricht Schmidt vor allem die vielen kleinen Fehler bei der Ballan- und mitnahme an.

"Wir haben uns einfach zu wenige Chancen herausgespielt", sagt er, schränkt aber auch ein: "Jeder der Fußball gespielt hat, der weiß, dass ein Mann mehr keine Garantie ist, den Gegner an die Wand zu spielen."

Genau das hat seine Mannschaft an diesem Tag in keiner Sekunde geschafft.

Titelfoto: imago images/Eibner/Michael Berm

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