Dynamo, Aue und HFC ohne Schwung, TeBe hingegen schon!

Deutschland - Bitteres Wochenende für Dynamo Dresden, den FC Erzgebirge Aue und den Halleschen FC! Die drei Ostklubs kassierten allesamt Niederlagen.

Dynamo Dresden wurde von der Niederlage beim SSV Jahn Regensburg zurückgeworfen.
Dynamo Dresden wurde von der Niederlage beim SSV Jahn Regensburg zurückgeworfen.  © dpa/Armin Weigel

Die SGD verlor am Samstag in der 2. Bundesliga mit 1:3 beim SSV Jahn Regensburg und verpasste es, nach dem vermeintlich (?) brustlösenden 1:0-Heimerfolg gegen Fortuna Düsseldorf nachzulegen.

Deshalb gilt es für Trainer Alexander Schmidt (53) nun, zeitnah den nächsten Schritt mit seiner Mannschaft hinzubekommen: Die SGD muss konstanter agieren und auch mal wieder zwei Partien in Folge für sich entscheiden!

Nur so kann man sich ein Polster für die aller Voraussicht nach wiederkehrenden Schwächephasen erarbeiten. Schon am kommenden Samstag (13.30 Uhr) hat man gegen den Karlsruher SC die Chance dazu. Doch die Schwarz-Gelben sollten gewarnt sein, schließlich schoss der KSC überraschend deutlich Hannover 96 mit 4:0 ab und stürzte die Niedersachsen tiefer in die sportliche Krise.

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Entscheidet Dynamo dieses Duell allerdings für sich, hätten die Dresdner nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Badener. Auch deshalb ist dieses Aufeinandertreffen so wichtig.

Vielleicht kann Schmidt dann wieder auf einige Rückkehrer setzen, hat gerade in der Defensive endlich mal mehr Personalglück und muss keine weiteren Ausfälle mehr in diesem Jahr verkraften. Denn auch das Verletzungs- und Corona-Pech hat die SGD einige Punkte gekostet.

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der sportlichen Lage bei Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner wöchentlichen Kolumne diesmal unter anderem mit der sportlichen Lage bei Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.  © Picture Point/Gabor Krieg/Sven Sonntag

FC Erzgebirge Aue trifft nun auf Wundertüte SV Werder Bremen

Zusammenhalt! Erzgebirge Aue kann die Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 schnell abhaken und muss nun den Fokus auf die Partie beim SV Werder Bremen legen.
Zusammenhalt! Erzgebirge Aue kann die Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 schnell abhaken und muss nun den Fokus auf die Partie beim SV Werder Bremen legen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für die Veilchen war die 1:2-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 hingegen nur ein kleiner Rückschlag. Schließlich hatte der FCE eines der formstärksten Teams der 2. Liga zu Gast und hielt gegen die Lilien trotzdem gut mit, machte ihnen das Leben auch ohne Fans schwer.

Die Anhänger fehlten den Auern zweifellos, dennoch ist so eine knappe Pleite gegen die beste Offensive der Spielklasse zu verschmerzen. Daher richten sich die Blicke schon wieder nach vorn und zwar in Richtung Freitag und auf den nächsten Kontrahenten, den SV Werder Bremen.

Die Grün-Weißen befinden sich mitten in einer chaotischen Phase, die nun mit der Verpflichtung des neuen Trainers Ole Werner (33) endlich beendet werden soll.

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So gleicht der SVW einer Wundertüte, weil überhaupt nicht abzusehen ist, wie sie unter ihrem vierten (!) Coach innerhalb weniger Tage auftreten werden.

Klar ist: Der FCE wird es dem Nordklub richtig schwer machen. Steht die Defensive sicher und trifft Torjäger Antonio Jonjic (22) erneut, kann Aue im Weserstadion vielleicht sogar überraschen.

Hallescher FC rutscht in der 3. Liga weiter ab

Justin Eilers (33, l.) und Niklas Kreuzer (28) befinden sich mit dem Halleschen FC momentan in einer sportlichen Krise.
Justin Eilers (33, l.) und Niklas Kreuzer (28) befinden sich mit dem Halleschen FC momentan in einer sportlichen Krise.  © Picture Point/Sven Sonntag/Gabor Krieg

Deutlich negativer läuft es beim HFC um die Ex-Dynamos Niklas Kreuzer (28) und Justin Eilers (33). Beim FC Viktoria Köln setzte es mit dem 0:2 bereits die dritte Liga-Niederlage in Folge, weshalb sich die Saalestädter nun vornehmlich nach unten orientieren müssen.

Nach dem exzellenten Saisonstart beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nur noch vier Punkte. Es wird Zeit für die Trendwende!

Doch ausgerechnet in dieser Phase fehlt Sturmbulle Terrence Boyd (30) verletzt und Mentalitätsmonster Jan Löhmannsröben (30) nach seiner Roten Karte in Köln gesperrt.

Der Auftritt dort war ohnehin eine Enttäuschung. Halle verschlief die Anfangsphase und tat sich auch anschließend schwer, in die Partie zu finden. Es zeichnet sich ab, dass der Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg (43) auch in dieser Saison die Konstanz in der engen 3. Liga fehlt.

Doch am kommenden Samstag (14 Uhr) muss eigentlich ein Sieg im Heimspiel gegen den Vorletzten FC Würzburger Kickers her. Ansonsten dürfte es für das Team, aber auch Schnorrenberg selbst langsam ungemütlich werden.

Denn ein weiteres Jahr im Abstiegskampf will man sich in Halle mit Sicherheit nicht leisten.

Tennis Borussia Berlin mit drittem Sieg in Folge bei 11:2 Toren

TeBe-Trainer und Ex-Union-Spieler Markus Zschiesche (39) hat seine Mannschaft erstaunlich schnell und gut weiterentwickelt.
TeBe-Trainer und Ex-Union-Spieler Markus Zschiesche (39) hat seine Mannschaft erstaunlich schnell und gut weiterentwickelt.  © picture point/Sven Sonntag

Ganz anders ist die Gefühlslage bei TeBe. Die Lila-Weißen haben nicht nur die sieben (!) Englischen Wochen überraschend gut überstanden, sondern sich auch in Sachen Effizienz entscheidend weiterentwickelt.

Nachdem man beim FSV Optik Rathenow mit 3:1 gewann, wurde der FC Carl Zeiss Jena mit 4:1 aus dem Mommsenstadion geschossen. Nun feierten die Berlin-Charlottenburger im Vogtland einen weiteren sehr deutlichen 4:0-Erfolg und zeigten dem VfB Auerbach die Grenzen auf.

11:2 Tore aus den zurückliegenden drei Partien - wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht? Zu dieser Zeit wackelte die Abwehr noch gehörig, ging man im Angriff teilweise extrem fahrlässig mit den Chancen um und pendelte Start-Stammkeeper Jens Fikisi (22) zwischen Kreisklasse und Bundesliga, ehe er von Eigengewächs Karl Albers (19) ersetzt wurde, der deutlich konstanter agiert.

Letzteres gilt aktuell für die komplette Mannschaft, die sich am kommenden Sonntag (13 Uhr) nun auf ein spannendes Duell mit dem Chemnitzer FC freuen darf.

Auch gegen die gut aufgelegten Himmelblauen ist den Veilchen einiges zuzutrauen. Schließlich haben sie die Hinrunde auf einem sehr guten neunten Platz abgeschlossen, 30 Zähler bei 30:26 Toren aus 19 Partien gesammelt und sich einen großen Vorsprung auf die Abstiegszone erarbeitet. Hut ab, TeBe!

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg/Sven Sonntag

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