Dynamo-Fans geben ihr letztes Hemd: Jetzt sind die Profis an der Reihe

Dresden - Die Fans geben ihr letztes Hemd für Dynamo, oft auch den letzten Euro. Die knapp 80.000 Geistertickets zum Pokalspiel gegen Darmstadt brachten einen Gewinn von 270.000 Euro.

Neu-Trainer Alexander Schmidt hat den Dynamos tatsächlich auch neues Leben eingehaucht und gibt die Richtung klar vor - ab nach oben in die 2. Liga!
Neu-Trainer Alexander Schmidt hat den Dynamos tatsächlich auch neues Leben eingehaucht und gibt die Richtung klar vor - ab nach oben in die 2. Liga!  © DPA / Robert Michael

Das vor einer Woche ins Leben gerufene Gemeinschaftsticket findet ebenso starken Absatz. Bisher wurden 5495 verkauft, macht 111.810 Euro.

Jetzt ist es an der Mannschaft, dies auch zurückzuzahlen in Form des Aufstieges.

Es klingt oft banal, aber: Es gibt Dynamo-Anhänger, denen hängt das Geld nicht zu den Taschen heraus. Doch sie geben es ihrem Lieblingsverein.

Dynamo Dresden: Vorerst keine Dauerkarten für neue Zweitliga-Saison
Dynamo Dresden Dynamo Dresden: Vorerst keine Dauerkarten für neue Zweitliga-Saison

Der sichert sich so auch die Existenz mit ab in den schwierigen Corona-Zeiten.

Was sich die Fans wünschen: Dass sich die Truppe von Alexander Schmidt den Allerwertesten aufreißt.

Dass sie in der kommenden Saison in der so geilen 2. Bundesliga mit vielen Traditionsvereinen wie Schalke, Hannover, St. Pauli, Nürnberg und auch Aue mitmischt.

Dafür müssen zwingend zwei Siege her, am besten drei. Dann ist Dynamo am Ziel der Wünsche.

Aber dafür müssen die Profis über die Schmerzgrenze hinaus gehen.

Da darf nicht zählen, dass es am Sonnabend gegen Köln das fünfte Spiel in zwei Wochen ist. Wille, Herz und Leidenschaft sind gefragt, um die große Anhängerschaft glücklich zu machen.

Dynamo in allen drei Spielen unter Trainer Alexander Schmidt ohne Gegentor geblieben

Vor knapp einem Jahr wurden die Dynamos trotz des Abstiegs von ihren Fans gefeiert. Marco Hartmann (r.) kann derzeit nur neben dem Platz helfen, die sofortige Rückkehr in die 2. Liga zu schaffen. Ex-Dynamo René Klingenburg (l.) ist morgen mit Viktoria Köln in Dresden zu Gast.
Vor knapp einem Jahr wurden die Dynamos trotz des Abstiegs von ihren Fans gefeiert. Marco Hartmann (r.) kann derzeit nur neben dem Platz helfen, die sofortige Rückkehr in die 2. Liga zu schaffen. Ex-Dynamo René Klingenburg (l.) ist morgen mit Viktoria Köln in Dresden zu Gast.  © Lutz Hentschel

Schmidt weiß das, die Spieler wissen das. Sie müssen liefern, am Samstag gegen Viktoria, in einer Woche gegen Türkgücü und zum Abschluss in Wiesbaden.

Die beiden folgenden Heimspiele sollten gewonnen werden. "Das Ergebnis gegen Verl war das Beste für uns", sagte der Trainer zum 0:0 am Dienstag. Schmidt hat in seinen drei Partien noch kein Gegentor sehen müssen, so soll es bleiben. "Jetzt heißt es einfach, das Resultat positiv mitzunehmen", so der 52-Jährige.

"Wir müssen gut regenerieren, alles dafür tun, um wieder fit zu werden und dann dieses Heimspiel gegen Köln gewinnen. Volle Pulle, vollste Konzentration", fordert er.

Dynamo plant mit 30 Millionen! Ohne Zuschüsse der Stadt hätte Punktabzug gedroht
Dynamo Dresden Dynamo plant mit 30 Millionen! Ohne Zuschüsse der Stadt hätte Punktabzug gedroht

Der Geist war auch in Paderborn gegen den SCV willig, aber die körperliche Verfassung war es nicht. Doch Schmidt ist sich sicher, dass seine Mannschaft morgen voll da sein wird.

"Die Jungs haben einen Top-Charakter", weiß er.

Die Viktoria ist aller Sorgen ledig. Aber wie ein Gegner auftreten kann, wenn er keinen Druck hat, das hat Verl gezeigt. Doch Dynamo muss, das Motto kann nur lauten: Für die Fans das letzte Hemd geben und siegen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0