Dynamo-Willenssieg in Kaiserslautern! SGD kämpft sich in Unterzahl zum Dreier

Dresden/Kaiserslautern - Das war ein wahrer Kraftakt! Mitnehmen, einstecken, gutschreiben lassen! Dynamo Dresden ist mit einem Dreier in die Saison gestartet.

Dynamo-Kämpfer Paul Will (2.v.r.) sah in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Martin Thomsen (3.v.r.).
Dynamo-Kämpfer Paul Will (2.v.r.) sah in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Martin Thomsen (3.v.r.).  © Picture Point / Sven Sonntag

In Kaiserslautern gewannen die Schwarz-Gelben vor 4150 Zuschauern mit 1:0 (1:0). Das Tor erzielte Kapitän Sebastian Mai (18.). Nach der Ampelkarte für Paul Will (44.) spielte die SGD die zweite Hälfte in Unterzahl und kämpfte tapfer. 

Bester Mann: Kevin Broll.

Markus Kauczinski schickte die erwartete Elf ins Rennen. Jonathan Meier ersetzte den letztmals gesperrten Chris Löwe. 

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Die Partie war von Beginn an zäh wie Kaugummi.

Beide Teams zeigten sich extrem gut organisiert, hatten ihre Stärken in der Balleroberung. Allerdings mangelte es hüben wie drüben an der Verarbeitung. Nach vorne passierte null. Keiner ließ seinem Gegenüber Platz zum Atmen.

Standards sind bei solchen Konstellationen gute Möglichkeiten. Dynamo nutzte das. Eine Ecke von Patrick Weihrauch sprang Kevin Kraus an den Oberschenkel. Avdo Spahic fischte das Ding noch aus dem Winkel, die Kugel fiel dabei Mai kurz vor der Torlinie auf den Kopf - 1:0 SGD (18.). 

Zwei Minuten später hätte Lautern ausgleichen können. Dynamos einzigen Lapsus in der zentralen Abwehr nutzte Dominik Schad, seine Hereingabe drückte Elias Huth aus sieben Metern aufs Tor, Broll reagierte glänzend.

Dynamo-Kapitän Sebastian Mai (2.v.r.) erzielte in seinem zweiten Pflichtspiel der Saison schon sein zweites Tor für die SGD - und das als Innenverteidiger!
Dynamo-Kapitän Sebastian Mai (2.v.r.) erzielte in seinem zweiten Pflichtspiel der Saison schon sein zweites Tor für die SGD - und das als Innenverteidiger!  © Picture Point / Sven Sonntag

Dynamo Dresdens Kämpfer Paul Will sah kurz vor der Pause die Gelb-Rote Karte

Der Abwehrchef im Stile eines Vollblutstürmers! Sebastian Mai (2.v.r.) köpfte einen abgewehrten Ball von FCK-Keeper Avdo Spahic (am Boden liegend) aus Nahdistanz ins Tor.
Der Abwehrchef im Stile eines Vollblutstürmers! Sebastian Mai (2.v.r.) köpfte einen abgewehrten Ball von FCK-Keeper Avdo Spahic (am Boden liegend) aus Nahdistanz ins Tor.  © Picture Point / Sven Sonntag

Bis kurz vor der Pause passierte nichts mehr - viel Einsatz, viel Kampf, viel Krampf. 

Dann war Dynamo plötzlich nur noch zu zehnt. 

Will (44.), nach sechs Minuten früh verwarnt, wollte eine Flanke im Sprung mit dem Fuß klären, der Ball sprang ihm unglücklich an die Hand. Er sah dafür die Ampelkarte - nie im Leben, Martin Thomsen! 

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Fehlentscheidung! 

Beim folgenden Freistoß aus 18 Metern wurde es verdammt brenzlig. Hikmet Ciftci schoss, Broll parierte erneut überragend. Pause!

Auf die Sachsen kam jetzt eine Mammutaufgabe zu. Lautern rannte an. Da hieß es hinten alles zu verdichten und auf den Moment des Konters warten. Immer wieder war es Weihrauch, der den Betze-Buben Stiche versetzte. 

Fast hätte er mit einer weiteren Ecke seinen zweiten Assist verbucht, Schad klärte Tim Knippings (49.) Kopfball auf der Linie.

Dynamo zeigte kämpferisch eine Energieleistung. Da war einer für den anderen da. Und wenn doch was durchkam, war da noch die Mauer Broll, so beim Schuss von Jannik Bachmann (64.). 

Kaiserslautern zog das auf wie beim Handball. Aber Dresden verteidigte alles weg, jede Flanke, jeden Schuss. Alles! Am Ende schwieg der Betzenberg.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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