Klatsche auf der Alm: Dynamo Dresden geht gegen Bielefeld unter!

Bielefeld - Dynamo hat die Schlacht im Teutoburger Wald verloren und darf seinem Ex-Trainer Uwe Neuhaus zum Aufstieg in die Bundesliga (neun Punkte und 18 Tore Vorsprung auf den Dritten Stuttgart) gratulieren.

Voller Einsatz: Dresdens Patrick Schmidt (M) geht zum Kopfball.
Voller Einsatz: Dresdens Patrick Schmidt (M) geht zum Kopfball.  © Friso Gentsch/dpa-pool/dpa

Dem Trainer, der vor noch nicht einmal zwei Jahren nicht mehr gut genug für die SGD war. Dresden unterlag klar mit 0:4 (0:1) und muss nun schon neun Punkte aus den drei verbleibenden Spielen holen, muss also alles gewinnen, um den Abstieg noch irgendwie zu vermeiden.

Trainer Markus Kauczinski wechselte im Regen auf der Alm gegenüber dem 0:1 gegen den HSV sechsmal. Nicht dabei war der angeschlagene Simon Makienok, der daheim blieb.

Dresden ließ Bielefeld kommen und wollte erst einmal sicher stehen. Das klappte genau zehn Minuten. Dann schickte Marcel Hartel Kollegen Jonathan Clauss mit einem hohen Ball steil. Der lief Brian Hamalainen davon, nahm die Kugel mit rechts exzellent aus der Luft und überlupfte Kevin Broll aus 16 Metern mit links.

Ein ganz feiner Treffer, aber auch nicht gut verteidigt. Dynamo fing sich schnell, spielte mutig, gefällig, druckvoll. Was fehlte, war der letzte Zug zum Tor.

Der kam kurz, aber erstmal hallte ein fürchterliches Geräusch durchs leere Rund, das bis in die Innenstadt zu hören war. Clauss zog gegen Jannis Nikolaou voll durch und senste ihn um. Nikolaou konnte zum Glück weiterspielen. Den folgenden Freistoß brachte Josef Husbauer in den Strafraum, Hamalainen legte mit dem Kopf quer auf Patrick Schmidt (23). Und er muss ihn einfach machen, doch er bekam keinen Druck hinters Leder.

Dass sah nicht zwingend nach dem Spiel des Ersten gegen den Letzten aus. Nur das Ergebnis war so.

0:4! Dynamo Dresden verliert deutlich gegen Arminia Bielefeld

Bielefelds Nils Seufert (l) und Dresdens Jannis Nikolaou kämpfen um den Ball.
Bielefelds Nils Seufert (l) und Dresdens Jannis Nikolaou kämpfen um den Ball.  © Friso Gentsch/dpa-pool/dpa

Durchgang zwei begann hektisch. Dresden wollte, Bielefeld ließ den Gegner immer wieder abtropfen, zog auch mal ein taktisches Foul. Dynamo wehrte sich, kam aber nie durch. DSC-Keeper Stephan Ortega hatte nichts zu halten.

Und dann schlug Arminia zu, wie schon zig mal in dieser Saison: Langer Ball von Ortega in die Spitze, Kopfballablage, die zunächst geklärt wurde, Nikolaou verlor den nächsten Kopfball gegen Nils Seufert.

Die Kugel angelte sich Andres Voglsammer, er drehte sich um Ehlers und drosch die Kugel aus zwölf Metern ins Netz - 2:0 (62.).

Sekunden später war der Ex-Auer Cebio Soukou auf und davon, er bediente Fabian Klos - 3:0 (65.). Der Deckel war innerhalb von 180 Sekunden drauf. Die individuelle Klasse von Voglsammer und Klos entschied die Partie. Beide zusammen stehen jetzt bei 30 Toren. Dresden hat 29!

Soukou markierte dann noch das 4:0 (87.) - nur noch eine Randnotiz!

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa-pool/dpa

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