Dynamo geht leer aus: Biankadi schließt sich Drittliga-Konkurrent an!

Dresden - Da ist das erste Transfergerücht für den Winter! Dynamo Dresden soll an Merveille Biankadi (25) von Zweitligist 1. FC Heidenheim 1846 interessiert sein.

Merveille Biankadi (25, l.) zeigte in der vergangenen Rückrunde starke Leistungen bei Eintracht Braunschweig. Hier schirmt er den Ball im Duell mit Zwickaus Leon Jensen ab.
Merveille Biankadi (25, l.) zeigte in der vergangenen Rückrunde starke Leistungen bei Eintracht Braunschweig. Hier schirmt er den Ball im Duell mit Zwickaus Leon Jensen ab.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das berichtet die Abendzeitung München. Neben der SGD seien allerdings auch der TSV 1860 München und der 1. FC Saarbrücken am torgefährlichen Linksaußen dran. Die Löwen sollen momentan der Favorit auf eine Verpflichtung sein.

Verwunderlich ist das nicht, denn Biankadi ist gebürtiger Münchner und wurde unter anderem beim FC Bayern ausgebildet. Doch Dynamo dürfte als Spitzenreiter ebenfalls gute Argumente haben.

Dass gleich mehrere Vereine um den Mann, dessen Vorname "Hoffnung" bedeutet, werben, ist wenig verwunderlich, wies er seine Qualitäten in der 3. Liga doch bereits bei verschiedenen Vereinen nach.

In Heidenheim bekommt er jedoch überraschenderweise gar nicht erst die Gelegenheit dazu. Trainer Frank Schmidt (46) stellte den flexibel einsetzbaren Angreifer lediglich einmal im DFB-Pokal auf. In der 2. Bundesliga stand er in dieser Saison nicht ein einziges Mal (!) im Kader und fristet ein unschönes Dasein auf der Tribüne.

Das ist aber nicht der Anspruch von Biankadi, dessen Qualitäten eine Spielklasse tiefer bestens bekannt sind. Erst in der vergangenen Rückrunde lieh ihn Eintracht Braunschweig aus und stieg mit ihm auf. Dort entwickelte sich der 1,81 Meter große Akteur auf Anhieb zum Stammspieler und kam in 17 Einsätzen auf drei Tore und fünf Vorlagen. Er hatte also entscheidenden Anteil daran, dass es für die Löwen in die 2. Liga ging.

Gewohntes Bild aus Rostocker Zeiten: Merveille Biankadi (25, r.) jubelt über einen eigenen Treffer.
Gewohntes Bild aus Rostocker Zeiten: Merveille Biankadi (25, r.) jubelt über einen eigenen Treffer.  © Picture Point / Gabor Krieg

Merveille Biankadi glänzte beim FC Hansa Rostock

Tor durch Merveille Biankadi (25, l.)! Der Offensivspieler traf hier am 23. Juni gegen den Chemnitzer FC um Keeper Jakub Jakubov zum 2:0 für die Löwen.
Tor durch Merveille Biankadi (25, l.)! Der Offensivspieler traf hier am 23. Juni gegen den Chemnitzer FC um Keeper Jakub Jakubov zum 2:0 für die Löwen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Bei Heidenheim konnte er sich nun aber erneut nicht durchsetzen. Das ist auch deshalb erstaunlich, weil Biankadi zuvor schon beim FC Hansa Rostock groß aufspielte.

In der Saison 2018/19 erzielte er in wettbewerbsübergreifend 45 Spielen satte 17 Treffer und gab elf direkte Vorlagen, steuerte als Leistungsträger in 37 Drittliga-Begegnungen 15 direkte Torbeteiligungen bei.

Mit seiner Dynamik, Dribbelstärke, Spielübersicht und Technik wäre der bekennende Basketball-Fan eine Bereicherung für Dynamo! Dazu kann der gelernte Stürmer auf beiden offensiven Flügelpositionen agieren, aber auch alle Positionen im zentralen Mittelfeld ohne Qualitätsverlust bekleiden.

Er weiß zudem genau, was es heißt, sich nach oben zu kämpfen. Über die U23 des FC Augsburg ging es für ihn zur SV 07 Elversberg, dann zum FC Rot-Weiß Erfurt, ehe er sich der Hansa-Kogge anschloss und dort auftrumpfte.

Mit seiner Erfahrung von 88 Drittliga-Einsätzen (14 Tore, 14 Vorlagen) und dem Willen, einfach wieder zu spielen, könnte er das entscheidende Zünglein an der Aufstiegswaage werden. Dabei steht vermutlich "nur" eine weitere Leihe im Raum. Biankadi ist in Heidenheim nämlich noch bis zum 30. Juni 2024 gebunden und wurde im Sommer 2019 für stolze 750.000 Euro Ablöse verpflichtet. Unter Wert wird der FCH ihn also nicht abgeben.

Update, 23. Dezember, 20.43 Uhr: TSV 1860 München schnappt sich Merveille Biankadi

Die Löwen haben das Rennen für sich entschieden und leihen den vielseitigen Offensivmann ab dem 1. Januar nach "intensiven Verhandlungen" aus.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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